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PRIX LIGNUM 2018: GOLD, SILBER UND BRONZE FÜR DIE BESTEN IN HOLZ

PRIX LIGNUM 2018: GOLD, SILBER UND BRONZE FÜR DIE BESTEN IN HOLZ

02.10.2018 Alle drei Jahre und bereits zum vierten Mal zeichnet der Prix Lignum die besten Schweizer Leistungen in Holz aus. Unter 15 Rängen aus fünf Grossregionen vergibt die Jury drei nationale Preise: Gold, Silber und Bronze. Gold geht 2018 an die Bergstation Chäserrugg im Toggenburg (SG), Silber an das Bürogebäude S22 auf dem Areal Suurstoffi in Rotkreuz (ZG) und Bronze an die Langhäuser im Freilager-Areal Zürich. Ausserdem werden vier Sonderpreise verteilt.


Bild: Gold 2018 für Chäserrugg, Herzog & de Meuron Basel Ltd *** Foto: © Katalin Deér/Prix Lignum 2018

Zukunftsweisende Arbeiten mit Holz bekannt zu machen, das ist das Ziel des Prix Lignum. Der Preis wird zum vierten Mal seit 2009 gesamtschweizerisch verliehen. Zugelassen waren Bauwerke, Innenausbauten, Möbel und Kunstwerke aus der Schweiz oder dem Fürstentum Liechtenstein, die zwischen dem 1. Januar 2014 und dem 28. Februar 2018 fertiggestellt wurden.

Gold für touristisches Vorbild in sensibler Landschaft

Die Bergstation auf dem Chäserrugg - ein Holzbau mit eigener Sprache und eigener Dimension - würdigt die nationale Jury des Prix Lignum 2018 mit Gold: "Die Architekten Herzog & de Meuron entwickeln aus einer komplexen Aufgabe eine prägnante Form. Der Bau oszilliert zwischen Scheune, Chalet und Gondelhalle. Das Dach hält ihn zusammen. Das Gebäude hebt die klassische Zimmermannskunst auf einen neuen Massstab: imposante Auskragungen, spitz zulaufende Dachecken, riesige Balken, die auf baumähnlich sich verzweigenden Betonstümpfen lagern. Die Architekten nutzen Holz exemplarisch, um in dieser Höhe zu bauen. Sie integrieren den Bestand geschickt in ein neues Ganzes, das dank dem Holz vorbildlich in die Umgebung passt. Das Resultat ist keine Event-Architektur, sondern eine kraftvolle Ruhe auf dem Berg. Und damit ein Vorbild für viele Tourismusbetreiber, die in sensiblen Landschaften bauen.", schreibt die Jury.

Silber für Höhenrekord mit Holz

Silber geht an das Bürogebäude S22 auf dem Suurstoffi-Areal in Rotkreuz. Auf der Suurstoffi schwingt sich das Holz zu neuen Höhen auf, die bisher dem Stahlbeton vorbehalten waren. Lignum dazu: "Das 36 Meter hohe Hochhaus ist ein Leuchtturm für die Branche. Es zeigt eindrücklich, dass sich die Grenzen seit den neuen Brandschutznormen verschoben haben. Holz kann und darf ein Hochhaus tragen - und es muss nicht verkleidet werden. Der Rohbau prägt die Räume mit einer Präzision, die die Genauigkeit der Vorfabrikation zelebriert. Die Unterzüge und Stützen zonieren die Büros imposant und sorgen für eine behagliche Arbeitsatmosphäre. So viel auf einmal, das kann nur Holz." Das Projekt setze jedes Material bewusst ein: Beton trägt den Kern, Baubuche nimmt die hohen Lasten auf, in der Fassade trägt Brettschichtholz aus Fichte und Tanne. Die Holz-Beton-Verbundelemente der Decken integrieren verschiedene Funktionen platzsparend und schaffen so einen ökonomischen Vorteil. "Die Entwicklung, die dahintersteckt, ist zukunftsweisend, weil sie die Vorteile der Vorfabrikation geschickt ausnutzt.", so Lignum.

Bronze für urbanen Massstab

Bronze erhalten die drei Holz-Langhäuser auf dem Freilager-Areal in Zürich, welche Architekt Rolf Mühlethaler konsequent aus Holz konstruiert hat, womit er die Urbanisierung des Materials entschieden vorantreibt: Bis zu 100 Meter lang, 6 Geschosse hoch, total 187 Wohnungen. Lignum: "So geht verträgliche Verdichtung, so geht Holzbau im 21. Jahrhundert. Die aussteifenden Kerne mit Treppe und Lift sind aus Beton gebaut. Sonst bestehen die drei Bauten gänzlich aus Holz. Der Architekt entwickelte aus der repetitiven Strenge eine architektonische Anmut. Was uniform erscheint, zeigt nämlich näher besehen fein rhythmisierte Fassaden und eine wohlüberlegte Abstufung in der Materialisierung. Holz ist nicht einfach Holz: Dunkel sind die druckimprägnierten Fassadenelemente, hell die Decken der Veranden, lackiert die runden Stützen. Die Veranden sorgen für einen konsequenten Witterungsschutz der Fassade."

Vier Gewinner beim Sonderpreis Schweizer Holz

Mit der Trägerschaft des Aktionsplans Holz des Bundesamtes für Umwelt BAFU, der Holzindustrie Schweiz HIS und des Schweizerischen Verbandes für geprüfte Qualitätshäuser VGQ wurden parallel zum Prix Lignum vier nationale Sonderpreise Schweizer Holz auserkoren.

Der Sonderpreis Schweizer Holz hebt Objekte hervor, welche den naheliegenden Rohstoff aus unseren hiesigen Wäldern in besonderem Masse und in herausragender Weise einsetzen. Für den Sonderpreis zugelassen waren nur Objekte mit dem Herkunftszeichen Schweizer Holz. Dieses sagt bei Bauten aus, dass je nach Kategorie der Auszeichnung der überwiegende Teil des eingesetzten Holzes für Fassade, Tragwerk oder Gesamtobjekt aus Schweizer Wäldern stammt und im Inland verarbeitet worden ist.

Gewinner des Sonderpreises Schweizer Holz sind ex aequo das kantonale Polizeigebäude in Granges-Paccot (FR), die Produktionshalle der BLS in Bönigen (BE), das Mondhaus in Alpnach (OW) und der Turm im Natur- und Tierpark Goldau (SZ).

"Hochparterre"-Themenheft und App zum Prix Lignum 2018

Der Verlag "Hochparterre" gibt ein Themenheft in drei Sprachen über den Prix Lignum 2018 heraus. Es erscheint als Beilage zum "Hochparterre" No. 10/2018 und stellt alle 39 Preisträger vor. Als Ergänzung zum Themenheft gibt der Verlag "Hochparterre" die App "Prix Lignum. Holzbauten ab 2007" für iPhone und iPad heraus. Die App steht im iTunes-Store gratis zum Download bereit.

Wanderausstellungen in der ganzen Schweiz bis Ende 2019

Alle eingereichten Projekte zum Prix Lignum 2018 werden auf der Homepage www.prixlignum.ch präsentiert. Wanderausstellungen zeigen die Preisträger 2018 ab diesem Herbst bis Ende 2019 in allen Landesteilen.

Erste nationale Ausstellung Prix Lignum 2018

15. bis 18. November 2018: Bau+Energie-Messe, Bern. Weitere Termine online.

cp

Kontakt:

https://prixlignum.ch/

***

Herzog & de Meuron Basel Ltd. - Patrick Ilg, +41 61 385 5757

Bauherrschaft: Toggenburg Bergbahnen AG, Mélanie Eppenberger, Unterwasser

Architekt: Herzog de Meuron Basel Ltd., Christine Binswanger, Basel

Holzbau: Blumer-Lehmann AG, Richard Jussel, Gossau

Holzbauingenieur: Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Heinrich Schnetzer, Basel

Pirmin Jung Ingenieure AG, Peter Rohner, Sargans

Schällibaum AG, Erich Bischof, Herisau

Weitere: Schällibaum AG, Jakob Baumgartner, Wattwil

Schällibaum AG, Thomas Müller, Rapperswil

Schällibaum AG, Hanspeter Keller, St.Gallen

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