"Bibliotheken kaufen im Ausland"
29.01.2012 "Dabei sparen sie Geld – aber schwächen den Schweizer Buchmarkt", schreibt die "SonntagsZeitung" in ihrer heutigen Ausgabe.
Bild: "SZ" von heute Sonntag
Die Debatte um die Buchpreisbindung zieht weitere Kreise: Gemäss Recherchen der "SonntagsZeitung" beziehen Schweizer Bibliotheken eine Vielzahl ihrer Bücher aus dem Ausland.
"So profitieren sie von tiefen Preisen und von tiefen Kursen ausländischer Währungen. Ulrich Niederer, Direktor der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, bestätigt: 'Wir bestellen einen grossen Teil unserer Bücher direkt bei ausländischen Händlern, da wir speziell die wissenschaftlichen Titel schneller und sicherer erhalten.' Er steht nicht allein da: So bezieht die Unibibliothek Basel 80 Prozent ihrer Bücher aus dem Ausland. Bei der Zentralbibliothek Bern sind es rund 60 Prozent. Der Schweizer Fachverband Bibliothek Information BIS spricht sich deutlich gegen die Wiedereinführung der Buchpreisbindung aus, über die am 11. März 2012 abgestimmt wird. Sollte das Gesetz in Kraft treten, werden Bibliotheken durch eine Sonderregel bei Rabattverhandlungen eingeschränkt. Für viele Gemeinden und Kantone, die Gelder für die Bibliotheken sprechen, ist die Stärkung des Schweizer Buchhandels nicht prioritär. Dani Landolf vom Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband, der die Buchpreisbindung befürwortet, sieht das anders: 'Es ist bedauerlich, dass Steuergelder so ins Ausland abwandern', kritisiert er."
Quelle / Mehr:
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