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"DER BACHMANNPREIS ERFINDET SICH NEU"

"DER BACHMANNPREIS ERFINDET SICH NEU"

28.05.2020 Am 21. Juni 2020 wird in Klagenfurt am Wörthersee der 44. Ingeborg-Bachmann-Preis vergeben; die Tage der deutschsprachigen Literatur 2020 finden vom 17. bis 21. Juni statt. Der Wettbewerb wird angesichts von Corona ohne Live-Publikum online, via Fernsehen und Radios durchgeführt. Seitens der Schweiz nehmen Meral Kureyshi, Katja Schönherr und Levin Westermann teil.


Bild: © https://bachmannpreis.orf.at/stories/presse/

Trotz der Einschränkungen des Kulturlebens infolge der Corona-Krise finden die Tage der deutschsprachigen Literatur 2020 statt. Allerdings in einer Spezial-Ausgabe. In einer Videobotschaft haben sich die VeranstalterInnen heute an die Öffentlichkeit gewandt und das Wettlesen um den 44. Ingeborg-Bachmann-Preis vorgestellt. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz unterstrich in seiner Stellungnahme den Stellenwert dieses Bewerbes für den ORF: "Wegen der Corona-Krise meinten wir, dass wir den Bachmann-Preis verschieben müssten, aber gemeinsam mit dem ORF-Landesstudio Kärnten haben wir beschlossen, ein Konzept auszuarbeiten, mit dem der Bachmann-Preis auch unter diesen Bedingungen als internationaler Preis durchgeführt werden kann - unter Nutzung aller digitalen Möglichkeiten, so nahe wie möglich am gewohnten Veranstaltungsverlauf."

Im ORF-Theater in Klagenfurt, in dem sich normalerweise Hunderte BesucherInnen aufhalten, werden heuer der Moderator Christian Ankowitsch und der Justiziar der Stadt Klagenfurt, Andreas Sourji, sitzen. Flankiert werden sie von den KommentatorInnen Julya Rabinowich und Heinz Sichrovsky, die das Geschehen kommentieren.

Der Beginn wird mit der Eröffnung am Abend des 17. Juni gemacht. ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard: "Die Eröffnung wird am Mittwoch ab 19.00 Uhr im Internet live übertragen. Live auf 3sat geht es an den Folgetagen weiter. Lesungen und Diskussionen laufen am Donnerstag und Freitag von 10.00 bis 15.30 Uhr und am Samstag von 10.00 bis 14.30 Uhr. Die Preisverleihung startet dann am Sonntag um 11.00 Uhr. Der gesamte Bewerb wird zudem im Radio via Deutschlandfunk und auch auf der Homepage bachmannpreis.ORF.at gestreamt. Radio Kärnten bringt als Zusatzangebot in den Abendstunden täglich um 19.00 Uhr eine Livesendung mit Zusammenfassungen und Reaktionen zur Veranstaltung. Klagenfurt bleibt somit die Schaltzentrale der Tage der deutschsprachigen Literatur."

Auch die traditionelle Klagenfurter Rede zur Literatur wird es am Eröffnungsabend geben. Die Bachmannpreisträgerin 2016 Sharon Dodua Otoo wird sie halten. Der Titel der Rede ist "Können Schwarze Blumen Malen?".

Die 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden auch heuer von den Mitgliedern der Jury vorgeschlagen. In alphabetischer Reihenfolge sind das:

  • Laura Freudenthaler aus Österreich
  • Lydia Haider aus Österreich
  • Hanna Herbst aus Deutschland
  • Leonhard Hieronymi aus Deutschland
  • Lisa Krusche aus Deutschland
  • Meral Kureyshi aus der Schweiz
  • Egon Christian Leitner aus Österreich
  • Jörg Piringer aus Österreich
  • Jasmin Ramadan aus Deutschland
  • Katja Schönherr aus der Schweiz
  • Helga Schubert aus Deutschland
  • Carolina Schutti aus Österreich
  • Matthias Senkel aus Deutschland
  • Levin Westermann aus der Schweiz

Somit werden neun Damen und fünf Herren um den 44. Ingeborg-Bachmann-Preis antreten.

Die Jury bilden:

  • Hubert Winkels, der auch den Jury-Vorsitz innehat
  • Nora Gomringer
  • Klaus Kastberger
  • Brigitte Schwens-Harrant
  • Philipp Tingler
  • Michael Wiederstein
  • Insa Wilke

Die Jury wird nach jeder Lesung live diskutieren. Ermöglicht wird das durch Kameraanlagen, die in den Arbeitszimmern der Jurorinnen und Juroren installiert werden. Die Lesungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden und werden in den Wochen vor dem Bewerb aufgezeichnet. Damit sind übertragungsfehlerfreie Vorträge garantiert. Der Regisseur der Übertragung und technische Leiter des ORF-Landesstudios Klaus Wachschütz: "Mit diesem Projekt Ingeborg-Bachmann-Preis-spezial betreten wir Neuland. Mit hohem technischem Aufwand sind wir zuversichtlich, dass wir einen Bewerb in gewohnter Qualität von Klagenfurt aus in die Welt schicken werden."

Die Freude der VeranstalterInnen ist gross, weil auch alle KooperationspartnerInnen trotz Corona-Krise an Bord geblieben sind. Der Deutschlandfunk, der Kärntner Energieversorger Kelag, die BKS-Bank und das Land Kärnten betonen, dass es geradezu eine Ehrensache sei, dieses Literaturereignis in diesem schwierigen Jahr zu unterstützen. Auch 3sat unterstreicht seine Freude am Zustandekommen der Spezialausgabe der Tage der deutschsprachigen Literatur. ZDF-3sat Koordinatorin Natalie Müller-Elmau: "Der Ingeborg-Bachmann-Preis ist DAS grenzüberschreitende deutschsprachige Kulturevent und gehört naturgemäss zum Drei-Länder-Sender 3sat. Eine Woche lang steht unser Sender ganz im Zeichen der Literatur. Mehr als 16 Stunden Liveübertragung ist weltweit einzigartig."

Erhöhtes Augenmerk wird auch auf das Internet und die Sozialen Medien gerichtet. Auf der Homepage bachmannpreis.ORF.at gibt es nicht nur alle aktuellen Informationen zum Bewerb, auch die Jurydiskussionen werden zusammengefasst. Rechtzeitig zum Bewerb wurde die Homepage auch einem Relaunch unterzogen, und sie ist sozusagen brandneu für den Ingeborg-Bachmann-Preis-spezial.

Auch heuer werden fünf Preise vergeben:

Der mit 25.000 Euro dotierte Ingeborg-Bachmann-Preis der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee, der Deutschlandfunk-Preis mit 12.500 Euro, der Kelag-Preis mit 10.000 Euro -  weiters der 3sat-Preis mit 7.500 Euro und der BKS Bank-Publikumspreis mit 7.000 Euro. Mit dem BKS Bank-Publikumspreis ist auch ein Stadtschreiberstipendium in Klagenfurt verbunden.

Das Voting für den Publikumspreis läuft am 20. Juni von 15.00 bis 20.00 Uhr. Die Preisbeobachterinnen und -beobachter können dabei ihren FavoritInnenen ihre Stimme geben. Jede E-Mail-Adresse kann nur eine Stimme abgeben, die nur mit einer kurzen Begründung (max. 400 Zeichen) gültig ist. Das Abstimmungsfenster ist auf bachmannpreis.ORF.at zu finden.

Die Stadt Klagenfurt am Wörthersee, die im Frühsommer üblicherweise von Literaturfreunden und Literaturenthusiasten gestürmt wird, kann heuer leider nicht als grosser Gastgeber auftreten. Aber Klagenfurt bleibt für diese Tage im Juni Literaturhauptstadt. Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz: "Man kann es Glück im Unglück nennen, aber angesichts der Corona-Krise freut es uns sehr, dass der Bachmann-Preis auch 2020 aus Klagenfurt kommt. Ich lade Sie alle ein, die 44. Tage der deutschsprachigen Literatur heuer am Bildschirm mitzuverfolgen und dann im nächsten Jahr zum 45. Ingeborg-Bachmann-Preis wieder nach Klagenfurt zu kommen. Zum schönsten Betriebsausflug der deutschsprachigen Literaturszene." Und Bachmann-Preis-Koordinator Horst L. Ebner weiss auch schon, wann das der Fall sein wird: "Die 45. Tage der deutschsprachigen Literatur werden 2021 vom 16. bis 20. Juni stattfinden. Bitte vormerken!"

cp

Kontakt:

https://bachmannpreis.orf.at/stories/3050513/

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