BÜRO DLB - IDEE-REALISATION-KOMMUNIKATION
Daniel Leutenegger, Bulliard 95, CH-1792 Cordast, Tel +41 (0)26 684 16 45 (nachmittags), Fax +41 (0)26 684 36 45, www.buero-dlb.ch

BÜRO DLB - IDEE-REALISATION-KOMMUNIKATION
Daniel Leutenegger
Bulliard 95
CH-1792 Cordast
Tel +41 (0)26 684 16 45 (nachmittags)
Fax +41 (0)26 684 36 45
E-Mail
www.buero-dlb.ch

14. FRAUENFELDER BUCH- UND DRUCKKUNST-MESSE

14. FRAUENFELDER BUCH- UND DRUCKKUNST-MESSE

02.11.2018 Vom 2. bis am 4. November 2018 im Eisenwerk Frauenfeld


Foto: © Irène Bourquin

Die Frauenfelder Buch- und Handpressen-Messe ist eine einzigartige Werkschau von Büchern, Gestaltung, Drucken, Einbänden und Papieren. Veranstaltet wird sie alle zwei Jahre, 2018 bereits zum 14. Mal. Auf der Messe, die in zwei Hallen im historischen Eisenwerk in Frauenfeld stattfindet, präsentieren sich alte Handwerke im Bereich Druck und Papier und zeigen zeitgenössische, künstlerische Anwendungsmöglichkeiten von Bleisatz, Handpressendruck, Kupfertiefdruck, Handbuchbinderei, Holz- und Linolschnitt, Typografie, Papierschöpfen, Papierkunst, Druckkunst und Künstlerbuch.

Viele der AusstellerInnen führen ihre Kunst sogar live am Stand vor, wozu zuvor mitunter tonnenschwere Maschinen in die Werkhalle manövriert werden. Die Besucher und Besucherinnen sind eingeladen, den Arbeiten zuzusehen, zu staunen, zu riechen, zu fühlen und mit den KünstlerInnen ins Gespräch zu kommen. Und natürlich können sie alles, woran sie Gefallen finden, käuflich erwerben: alte und neue Bücher, Handpressendrucke, Einblattdrucke, Alben und Kassetten, Marmor- und Künstlerpapiere, hand- und maschinengeschöpftes Bütten, Kunst und Kleinkunst, Karten und Geschenke.

Die Austeller und Ausstellerinnen kommen aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Irland, Liechtenstein und der Schweiz zur Messe nach Frauenfeld, und dies teilweise seit Jahren und Jahrzehnten. Andere junge KollegInnen sind erstmalig mit dabei. Denn die «Schwarze Kunst» - so nennen die HandpressendruckerInnen ihr Gewerk, inspiriert von der Farbe ihrer Fingerspitzen - findet beständig neue AdeptInnen, die mit frischen Gestaltungs- und Anwendungsideen das alte Handwerk lebendig halten.

Grusswort von Spiritus rector Beat Brechbühl:

Was nicht aufgeschrieben und gedruckt ist, wird irgendwann, vielleicht schon morgen, nicht stattgefunden haben.

Mit diesem Satz und ähn
lichen Feststellungen lebe 
ich seit über 50 Jahren -
 und immer intensiver, nä
her und wirklicher. Auf die
 damalige Frage meines Vaters, endlich zu sagen, was 
ich lernen wolle, mochte 
ich nicht sagen: Schreiben.
 So machte der Berufsbera
ter in Worb einige Tests, die 
ich lächerlich fand. Aber
 der Berufsberater ent
schied: Schriftsetzer. - Dazu 
brauchst du Sprache, du arbeitest mit den Händen mit 
Sprache, und wenn du gut
 bist, kannst du gestalten:
 Drucksachen, Plakate, Bücher. Und wenn du willst, kannst du lernen, das alles zu drucken. Und wenn du weiter willst, kannst du Sprache zu Büchern machen. Also: Gedächtnis schaffen für Gedachtes, Ge- sagtes, Gemachtes.

In dieser Reihenfolge hat mich «der Schriftsetzer» gepackt, hat mich weiterentwickelt, und damit echte Verbundenheit und Begeisterung geschaffen. Hab neben der Handsetzerei einen Verlag erfunden - und damit man das alles überregional ausbreiten und verwenden kann, hab ich «Erweiterungen» erfunden wie Frauenfelder Lyriktage, Dichter übersetzen Dichter (zusammen mit Jochen Kelter) und, 1992 allem vorab: die HPM, die heute Frauenfelder Buch- und Druckkunst-Messe heisst.

Ideen haben und sie umsetzen ist das eine, begeisterte und kompetente KollegInnen zu finden, die dasselbe wollen und es vielleicht sogar besser können, ist das andere, Entscheidende.

Eine weitere Glück-Sache war die Erfindung des Ehrengastes. 2018 ist dieser Ehrengast Christian Ewald mit seiner berühmten Katzengraben-Presse aus Berlin. Dazu hier nur: Wer aus der Szene und weit herum kennt ihn nicht, den Tausendkünstler aus Köpenick mit seinen überraschenden bis «unglaublichen» Ideen.

Wenn ich die AusstellerInnen-Liste betrachte, befallen mich Freude und innige Dankbarkeit. Freude, dass wieder über fünfzig Kreative ihre wunderschönen, hochinteressanten Gestaltungs- und Druck-Sachen mit ihren Büchern zeigen (und verkaufen). Meine Dankbarkeit geht an diese AusstellerInnen, an die HelferInnen, an die Sponsoren - und gar nicht zuletzt an das ebenso interessante Publikum.

Ich bin gespannt und und neugierig auf die 14. Frauenfelder Buch- und Druckkunst-Messe (für mich immer noch die HPM) 2018.

Beat Brechbühl

Mehr:

https://www.bodoni-club.com/das-programmheft/

Kontakt:

https://www.bodoni-club.com/

 

Zurück zur Übersicht