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DER SCHWEIZER KAMERAMANN PIO CORRADI IST GESTORBEN

DER SCHWEIZER KAMERAMANN PIO CORRADI IST GESTORBEN

01.01.2019 Der am 19. Mai 1940 in Buckten (BL) geborene Schweizer Kameramann und Fotograf Pio Corradi (Bild) ist am 1. Januar 2019 gestorben. Seit 1978 stand er bei über 100 Dokumentar- und Spielfilmen im In- und Ausland hinter der Kamera.


Bild: Im Jahr 2016 wurde Pio Corradi, der als verantwortlicher Kameramann die Bildgestaltung von rund 100 Filmen prägte, beim Deutschen Kamerapreis mit einem Ehrenpreis für sein Lebenswerk geehrt. Das Kuratorium zeichnete den international tätigen Bildgestalter für sein unermüdliches Schaffen und "seine feinfühlige Sicht in die 'Seele der Dinge'" aus. Als sein herausragendstes Werk gilt "Höhenfeuer", das erfolgreiche Familiendrama von Filmemacher Fredi M. Murer über die verbotene Liebesgeschichte zweier Geschwister aus dem Jahr 1985. Foto: © WDR/Klaus Görgen, https://www.presseportal.de/pm/7899/3340156

Er prägte das Bild der Schweiz

Er drehte mit Robert Frank in Kanada («Candy Mountain», 1987), reiste mit Hans-Ulrich Schlumpf in die Antarktis («Der Kongress der Pinguine», 1993) und begleitete Ulrike Koch - trotz fehlender Dreherlaubnis aus China - auf die Hochplateaus des Himalaja («Die Salzmänner von Tibet», 1997). Man könnte also nicht behaupten, Pio Corradi sei in seinem Leben und Schaffen nicht herumgekommen. Und doch haben die Filme, bei denen er die Kamera führte, etwas typisch Schweizerisches. Man mag das fotografische Präzision nennen. Oder ästhetischen Perfektionismus.

Hans Jürg Zinsli

https://www.tagesanzeiger.ch/kultur/kino/er-praegte-das-bild-der-schweiz/story/22276627

Pio Corradis Grossvater, ein Steinhauer aus dem italienischen Mantua, wanderte nach Buckten aus. Seine zwei Söhne führten das Baugeschäft weiter, die Corradi GmbH. Pio Corradi wuchs mit fünf Geschwistern auf. Sein Mathematiklehrer vermittelt ihm das Fotografieren, während einem dreimonatigen Kuraufenthalt in Davos lernte er erste Aspekte des Filmens kennen.

Pio Corradi besuchte zunächst zwei Jahre lang die Kunstgewerbeschule (heute: Hochschule für Gestaltung und Kunst) in Basel und absolvierte anschliessend eine Ausbildung zum Fotografen. 1964 zog er nach Zürich und wurde Kameraassistent von Nicolas Gessner, Georges Alexath, Robert D. Garbade, Grigori Wassiljewitsch Alexandrow und anderen.

Seit 1972 ist er als freischaffender Kameramann tätig und fotografierte zahlreiche nationale und internationale Spiel- und Dokumentarfilme, beispielsweise Höhenfeuer (1985), Candy Mountain (1987), Reise der Hoffnung (1990), Donusa (1991), Das Wissen vom Heilen (1997, Regie: Franz Reichle) oder Balkan Melodie (2012, Regie: Stefan Schwietert). Zudem führte er 2006 selbst Regie in Poetry in motion - Pierre Favre.

Im März 2018 wurde Corradi für seine Kameraarbeit an dem Dokumentarfilm Köhlernächte mit dem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pio_Corradi

"Creative Commons Attribution/Share Alike"

Videos:

Journées de Soleure: portrait de Pio Corradi, un cameraman exceptionnel

https://www.rts.ch/play/tv/12h45/video/journees-de-soleure-portrait-de-pio-corradi-un-cameraman-exceptionnel?id=558863&station=a83f29dee7a5d0d3f9fccdb9c92161b1afb512db

Pio Corradi | Deutscher Kamerapreis 2016

https://www.youtube.com/watch?v=6_ahCBtNoKg

Pio Corradi, beste Kamera

https://www.srf.ch/play/tv/kultur/video/pio-corradi-beste-kamera?id=76510094-057f-419b-8709-683cd53a7321&station=69e8ac16-4327-4af4-b873-fd5cd6e895a7

Mehr:

Verfilmte Augen-Blicke: Die 38. Solothurner Filmtage widmen dem herausragenden Schweizer Kameramann Pio Corradi eine Retrospektive, https://www.swissinfo.ch/ger/verfilmte-augen-blicke/3122272

Eine Würdigung des Beiläufigen, Martin Bieri, https://www.derbund.ch/kultur/kunst/Eine-Wuerdigung-des-Beilaeufigen/story/21601554

Fänger des Lichts, Erwin Koch, https://www.tagesanzeiger.ch/kultur/faenger-des-lichts/story/25642162

Die Seele der Dinge, sda/wdh, https://www.nzz.ch/feuilleton/aktuell/auszeichnung-fuer-pio-corradi-die-seele-der-dinge-ld.85821

https://www.deutscher-kamerapreis.de/preistraeger/pio-corradi/

https://www.artfilm.ch/pio-corradi

https://www.imdb.com/name/nm0005672/

https://www.filmportal.de/person/pio-corradi_3efad70f194344c2b92a4e243f8fe85e

https://www.swisscameramen.ch/de/pio-corradi.html

http://www.swissfilms.ch/de/information_publications/festival_search/festivaldetails/-/id_person/1004

http://www.schweizerfilmpreis.ch/de/medien/archiv/2018/

https://www.ssfv.ch/fr/crew/recherche-crew/pio-corradi-23

https://www.foto-ch.ch/?a=fotograph&id=23552&lang=de

https://www.fotostiftung.ch/de/nc/archive-spezialsammlungen/index-der-fotografinnen/fotografin/cumulus/1493/C/show/0/

https://de.wikipedia.org/wiki/Pio_Corradi

#PioCorradi #CHcultura @CHcultura ∆cultura +cultura

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Auf www.ch-cultura.ch u.a. erschienen:

http://www.buero-dlb.ch/de/archiv/film-video-audiovisuelles-design-und-museumsgestaltung/deutscher-kamerapreis-2016-ehrt-pio-corradi

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Nachträge vom 3.1.2019:

Er gab filmischen Träumen ein lebensechtes Gesicht

Pio Corradi war ein Künstler, der sich als Handwerker verstand. Er redete über seine Arbeit nüchtern und ohne Verklärung. Gerade dadurch fand er zu einer Präzision des Ausdruckes und des Bildes.

Was man nicht sieht, kann man nicht zeigen. Dafür kann man zeigen, wenn man nichts sieht. Corradis Kamera hat das immer wieder vorgemacht.

Ob mit dem Übergang von dunkel zu gerade hell genug, oder mit Bildern von Wolken oder Nebeln, die schliesslich den Blick freigeben: Erst besteht eine Ahnung, dann entsteht das Bild. Dieses geht einem nicht mehr aus dem Kopf.

Michael Sennhauser

https://www.srf.ch/kultur/film-serien/zum-tod-von-pio-corradi-er-gab-filmischen-traeumen-ein-lebensechtes-gesicht

Seit 1978 stand Pio Corradi bei über 100 Dokumentar- und Spielfilmen hinter der Kamera

Vor dem Schweizer Filmpreis 2018 war er mit Qualitätsprämien des Bundes, Filmpreisen der Stadt Zürich und mit dem Kunstpreis des Kantons Baselland ausgezeichnet worden.

sda-ats

https://www.swissinfo.ch/ger/der-schweizer-kameramann-pio-corradi-stirbt-mit-78-jahren/44655632

Er prägte mehr als vierzig Jahre lang den Schweizer Film

Pio Corradi ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Der Schweizer Kameramann prägte mehr als vierzig Jahre lang den Schweizer Spiel- und Dokumentarfilm, unter anderem mit seiner Arbeit für «Höhenfeuer» und «Reise der Hoffnung». An den 38. Solothurner Filmtagen war er Ehrengast der «Rencontre».

Solothurner Filmtage

https://www.facebook.com/solothurnerfilmtage/photos/a.107462536021186/1674353122665445/?type=3&theater

Das wache Auge des Schweizer Films

Der Kameramann Pio Corradi hat Meisterwerke des hiesigen Schaffens wie «Höhenfeuer» entscheidend mitgeprägt.

Urs Bühler

https://www.nzz.ch/feuilleton/pio-corradi-schweizer-kameramann-stirbt-mit-78-jahren-ld.1448648

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