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Einkommen von Ärzten: Presserat rügt "Le Matin Dimanche"

Einkommen von Ärzten: Presserat rügt "Le Matin Dimanche"

29.08.2017 Stellungnahme 23/2017 des Schweizer Presserats:


Dokument:

23_2017_FMH_c_Le_Matin_Dimanche_Stn.pdf PDF - 55 kB

Parteien: Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH c. «Le Matin Dimanche»

Thema: Wahrheitssuche / Meinungsvielfalt / Trennung von Fakten und Kommentar / Unterschlagen wichtiger Informationen

Beschwerde teilweise gutgeheissen

Zusammenfassung:

Der Schweizer Presserat heisst eine Beschwerde der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) gegen einen Artikel des «Matin Dimanche» vom 11. September 2016 mit dem Titel «Combien gagne un médecin en Suisse? Personne ne peut réellement le dire!» (Wieviel verdient ein Arzt in der Schweiz? Niemand kann es wirklich sagen!) teilweise gut. Dieser Artikel legt dar, dass es schwierig ist, die realen Löhne praktizierender Schweizer Ärzte zu beziffern. Ausgehend von dieser Feststellung lässt er durchblicken, dass deren Einkommen einen wichtigen Einfluss auf den Kostenanstieg im Gesundheitswesen hat.

Die FMH warf den Autoren des Artikels vor, die Wahrheit nicht genügend gesucht, wissentlich Informationen weggelassen und die Haltung der Ärzte nicht genügend dargestellt zu haben. Daraus resultiere ein Artikel, der Polemik streue, indem er den Eindruck erwecke, unverhältnismässige Einkommen der Ärzteschaft würden die Gesundheitskosten ansteigen lassen.

Der Presserat heisst die Beschwerde teilweise gut. Er hält fest, dass der Artikel die Begriffe «Lohn», «Einkommen» und «Umsatz» durcheinander bringt. Zudem werden Fakten und Kommentar in einem bestimmten Punkt vermischt. In allen übrigen Punkten weist er die Beschwerde ab. «Le Matin Dimanche» hat insbesondere die Haltung der Ärzte genügend berücksichtigt und keine Informationen entstellt.

ots

Kontakt:

Schweizer Presserat
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Consiglio svizzero della stampa
Ursina Wey
Geschäftsführerin/Directrice
Rechtsanwältin
Münzgraben 6
3011 Bern
+41 (0)33 823 12 62
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