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KONFLIKT BEI SDA-ATS: NOCH CHANCEN FÜR EINVERNEHMLICHE LÖSUNG?

KONFLIKT BEI SDA-ATS: NOCH CHANCEN FÜR EINVERNEHMLICHE LÖSUNG?

22.02.2018 An einer Pressekonferenz in Bern hat heute die Belegschaft der Schweizer Nachrichtenagentur SDA-ATS festgehalten, dass sie "weiterhin Verhandlungen erwartet". "Angesichts der Verweigerung seitens des Verwaltungsrates begrüsst sie eine Schlichtung, wenn die Kündigungen während der Dauer des Verfahrens sistiert werden. Ohne die Sistierung wäre die Schlichtung eine Farce. Die Belegschaft wird sich in einer Woche zu einer weiteren Vollversammlung treffen. Bis dahin bleibt der Streik sistiert.", heisst es in der entsprechenden Medienmitteilung von Berufsverband und Gewerkschaft. Der Verwaltungsrat der SDA-ATS lässt seinerseits verlauten, dass er "immer noch gute Chancen zu einer einvernehmlichen Lösung sieht, dies unter der Voraussetzung, dass sich beide Seiten bewegen."


Medienmitteilung von Berufsverband impressum und Gewerkschaft syndicom im Wortlaut:

Die sda-Belegschaft will weiterverhandeln!

Die Belegschaft der sda akzeptiert den Abbruch der Verhandlungen nicht. Schlichtung setzt die Sistierung der Kündigungen voraus.

An der heutigen Pressekonferenz hat die Belegschaft der sda klargestellt, dass sie weiterhin Verhandlungen erwartet. Angesichts der Verweigerung seitens des Verwaltungsrates begrüsst sie eine Schlichtung, wenn die Kündigungen während der Dauer des Verfahrens sistiert werden. Ohne die Sistierung wäre die Schlichtung eine Farce. Die Belegschaft wird sich in einer Woche zu einer weiteren Vollversammlung treffen. Bis dahin bleibt der Streik sistiert.

Der geplante Abbau macht die dreisprachige mediale Grundversorgung unmöglich, macht eine Diskussion über die zukünftige Ausgestaltung der sda überflüssig und stellt zahlreiche Personen vor existenzielle Probleme.

Der Verwaltungsrat bläht den Sozialplan künstlich auf

Verwaltungsrat Matthias Hagemann sprach in der Presse von einem grosszügigen Sozialplan und davon, dass in den Verhandlungen Zugeständnisse gemacht wurden. In den genannten 2,5 Millionen CHF verstecken sich Kosten, die nicht in einen Sozialplan gehören, die nicht soziale Härten abfedern, sondern die gemäss Gesetz vom Arbeitgeber geschuldet sind. So sind die Kosten durch die Sistierung der Kündigungen während den Verhandlungen veranschlagt, ebenso Kosten durch Kündigungen, die der Verwaltungsrat nicht wie geplant aussprechen konnte, und Kosten zur psychologischen Betreuung der gekündigten Mitarbeitenden. Zieht man diese Kosten ab, hat der bisher angebotene Sozialplan einen Umfang von 1,9 Millionen CHF und damit den gleichen Umfang wie vor den Verhandlungen. Dabei sind mit den rund 20 Millionen Gewinnreserven genügend Mittel vorhanden, um einen tatsächlich grosszügigen Sozialplan auszugestalten und die Zukunft der sda zu sichern.

Sistierung aller Abbaumassnahmen ist die Voraussetzung für eine Schlichtung

Die Belegschaft bevorzugt ein Weiterführen der Verhandlungen, weil das der schnellste Weg zu einer Lösung wäre. Da aber die Bereitschaft des Verwaltungsrates dafür nicht vorhanden ist, begrüsst die Belegschaft eine externe Vermittlung. Sie geht selbstverständlich davon aus, dass der Verwaltungsrat die Kündigungen und Abbaumassnahmen während der Dauer der Schlichtung sistiert - analog zur Sistierung während der Verhandlungen der letzten Woche. Ansonsten verkommt das Verfahren zu einer Alibi-Übung, da die Überprüfung des Abbaus ein zentrales Anliegen der Redaktion ist. Ein Abbau im Sinne des Verwaltungsrates würde eine Diskussion über die Strategie der sda obsolet machen und verunmöglichte die dreisprachige mediale Grundversorgung. Als einziger Schlichtungspunkt bliebe einzig die Ausgestaltung des Sozialplans. Ein solches Ungleichgewicht in der Ausgangslage der Schlichtung ist für die Belegschaft inakzeptabel. Die Belegschaft erwartet vom Verwaltungsrat bis zum 28. Februar 2018 eine schriftliche Bestätigung, dass die Kündigungen während der Schlichtung sistiert sind.

"

Quellen:

https://www.impressum.ch/content/details/die-sda-belegschaft-will-weiterverhandeln/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail

https://syndicom.ch/aktuell/artikel/article/actuel/die-belegschaft-der-sda-akzeptiert-den-abbruch-der-verhandlungen-nicht-schlichtung-nur-mit-der-sist/

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Medienmitteilung SDA-ATS via "presseportal.ch" im Wortlaut:

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Verwaltungsrat sda ist interessiert an konstruktiver Lösung im Arbeitsstreit

Der Verwaltungsrat sda anerkennt, dass die Belegschaft weiter verhandeln möchte. Mit der Anrufung der Schlichtungsstelle des SECO sind die Voraussetzungen vorhanden, um die bestehenden Differenzen im Arbeitskonflikt in einem gesetzlich vorgegebenen Prozess zu beseitigen. Der Verwaltungsrat will in diesem Vermittlungsverfahren ernsthaft und offen zu einer Lösung beitragen.

Die sda muss sich als privates Unternehmen in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld behaupten. Am strategischen Entscheid zur Fusion zwischen Keystone und sda zu einem multimedialen Unternehmen muss der Verwaltungsrat deshalb festhalten.

Es ist unbestritten, dass die Kündigungen mit einem branchenüblichen Sozialplan begleitet werden. Der Verwaltungsrat hat in den bisherigen Verhandlungen dazu auch wesentliche Zugeständnisse gemacht und die Kündigungen für einen Monat sistiert.

Der Verwaltungsrat musste feststellen, dass trotz diesen Zugeständnissen eine Einigung mit dem Sozialpartner bislang nicht möglich war. Deshalb wurde mit der Schlichtungsstelle des Seco die gesetzlich vorgesehene externe Mediation angerufen. Dieses Gesuch kann von jeder Partei einseitig gestellt werden und wird durchgeführt, sofern die rechtlichen Voraussetzungen gegeben sind. Der Verwaltungsrat ist bereit, in diesem Verfahren konstruktiv und lösungsorientiert mitzuwirken. Der Verwaltungsrat sieht damit immer noch gute Chancen zu einer einvernehmlichen Lösung, dies unter der Voraussetzung, dass sich beide Seiten bewegen.

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Quelle:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100002206/100812597?utm_source=digest&utm_medium=email&utm_campaign=push

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Auf www.ch-cultura.ch u.a. erschienen:

http://www.buero-dlb.ch/de/archiv/journalismus/sdaats-streik-von-ueber-100-redaktorinnen-und-journalisten-geht-in-den-zweiten-tag

http://www.buero-dlb.ch/de/archiv/journalismus/streik-ausgesetzt-sdaatsredaktion-hat-arbeit-wieder-aufgenommen

http://www.buero-dlb.ch/de/archiv/journalismus/sdaverhandlungen-schlichtungsstelle-des-seco-wird-eingeschaltet

http://www.buero-dlb.ch/de/archiv/journalismus/filmschaffende-unterstuetzen-belegschaft-sdaats

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