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TAMEDIA VERSCHLEIERTE POLITWERBUNG: SCHWEIZER PRESSERAT VERLANGT DEKLARATION

TAMEDIA VERSCHLEIERTE POLITWERBUNG: SCHWEIZER PRESSERAT VERLANGT DEKLARATION

10.07.2020 Stellungnahme: 42/2020


Parteien: X. c. Tamedia AG

Thema: Trennung zwischen redaktionellem Teil und Werbung

Beschwerde gutgeheissen

Zusammenfassung:

Über Monate haben Tamedia-Onlinemedien neben redaktionellen Beiträgen zur Konzernverantwortungs-Initiative jeweils Werbung zur selben Initiative veröffentlicht. Für das Publikum war dabei nicht immer klar zu erkennen, dass es sich um Werbung handelte. Damit hat Tamedia den Journalisten-Kodex verletzt. Dieser verlangt, dass Werbung, falls sie nicht klar als solche zu erkennen ist, explizit als Werbung deklariert werden muss. Zumindest anfänglich fehlte in einem Teil der Publikationen diese Deklaration.

Die Werbung war für durchschnittliche Leser nicht als solche zu erkennen, weil eine Schriftart verwendet worden ist, die derjenigen für redaktionelle Texte sehr ähnlich ist. Zudem suggerierten die Begriffe "unser Dossier" und "Faktencheck", dass es sich um Zusatzinformationen der Redaktion handelt.

Laut Presserat genügte es nicht, dass die Werbung in der rechten Spalte erschienen ist und animiert war. Die meisten Leserinnen und Leser erkennen kaum, dass dies bei Tamedia nur bei Werbung der Fall ist.

Der Presserat hält Tamedia aber zugute, dass die Werbung zur Konzernverantwortungs-Initiative in späteren Versionen mit "Anzeige" oder "Werbung" angeschrieben war. Damit wurde der Journalisten-Kodex eingehalten.

Presserat ist beunruhigt

In jüngster Zeit befasst sich der Presserat immer wieder mit der Trennung zwischen redaktionellen Inhalten und Werbung. Der Presserat ist beunruhigt über die zunehmend feststellbare Verschleierung von kommerziellen Inhalten. Dies schade der Glaubwürdigkeit der Medien und damit auch ihrer kommerziellen Grundlage.

ots

Kontakt:

https://presserat.ch/

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