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HERBSTAUSGABE "KUNST + ARCHITEKTUR": "SCHULHÄUSER | ÉCOLES | EDIFICI SCOLASTICI"

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24.09.2018 Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde der Schulhausbau zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen – die revidierte Bundesverfassung von 1874 legte den obligatorischen und unentgeltlichen Unterricht in den Primarschulen der Schweiz fest. Die Realisierung dieser Bauten war eine Herkulesaufgabe. Zugleich hatten – besonders im 20. Jahrhundert – Debatten um Bildungsreformen und die Umsetzung pädagogischer und didaktischer Ideale entscheidenden Einfluss auf die Architektur.


Im Kanton Basel-Stadt etwa führte schon 1929 das neue Schulgesetz zu einer Veränderung bei der Nutzung bestehender und der Planung neuer Schulbauten. Aktuell ist es derselbe Kanton, der Massstäbe setzt für eine zeitgemässe Schularchitektur. "K+A"-Autor Tilo Richter zeigt, wie Basel-Stadt im Rahmen einer Schulraumoffensive innert zehn Jahren bis 2024 fast eine Milliarde Franken in 50 bestehende und neue Schulen investiert: Der historische Bestand wird den Bedürfnissen von heute angepasst, zugleich entstehen wegweisende Neubauten - dies alles aufgrund der Anforderungen des HarmoS-Konkordats, das die Laufbahn an den Schweizer Volksschulen vereinheitlichen soll.

Faszinierend ist auch die Beziehung zwischen Schulhausarchitektur und Städtebau: Um 1900 bringt die Anordnung von Schulhäusern im Stadtgefüge vor allem deren repräsentativen Charakter zum Ausdruck. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts dann werden die gemeinschaftlichen Funktionen der Schulen immer wichtiger, ab den 1930er- und 1940er-Jahren gewinnt der unmittelbare Bezug zur Natur an Bedeutung, und ab den 1960er-Jahren dient die Stadt selbst als Modell.

Schulhäuser sind nicht nur gebaute Pädagogik, sondern ein ganz spezieller Beitrag zur Baukultur.

gsk

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