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"k+a" 2019.3: "KINOS | CINÉMAS | CINEMA"

"k+a" 2019.3: "KINOS | CINÉMAS | CINEMA"

14.11.2019 Publikation Verlag Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Reihe Kunst + Architektur, ISBN 978-3-03797-595-4


"Kinos sind sakrale, magische Orte. Sie sind es nicht nur wegen der Architektur, sondern auch, weil sie Erlösung vom Alltag versprechen", sagt der Thuner Kinobesitzer Alain Marti. Und in der Tat wurde das Massenmedium Film - vermutlich weil es Vergnügen und Zerstreuung brachte - in vielen Orten der Schweiz nicht mit offenen Armen empfangen. Das neue Medium geriet immer wieder in Konflikt mit der bürgerlichen Hochkultur. Im Zusammenhang mit Werbung und Leuchtreklamen war schon früh der Vorwurf zu hören, die Kinos förderten einen "barbarischen Amerikanismus".

Diese Art von Kulturkampf zeigte sich auch beim Anliegen des stadtbekannten Basler Pfarrers Gustav Benz zu Beginn des Ersten Weltkriegs: Er forderte die Regierung auf, aus "sittlichen" Gründen umgehend alle Kinos zu schliessen - wobei er zwar auf offene Ohren stiess, das Vorhaben aber wegen der Gewerbefreiheit nicht umgesetzt werden konnte. 1931 verfügte Basel dann bereits über 16 Lichtspieltheater mit rund 2,5 Millionen verkauften Eintritten pro Jahr. Bei einer Stadtbevölkerung von 150'000 Einwohnern ein wahrhaftiger Kinoboom. Tempi passati. Heute verkaufen die Kinos in der Stadt noch knapp 600'000 Eintritte - Tendenz weiterhin sinkend.

Mit ihrer Architektursprache und den markanten Fassaden haben Kinos viele Innenstädte der Schweiz geprägt - seit über vier Jahrzehnten befinden sie sich aber auf dem Rückzug und verstecken sich hinter Passagen und Kellereingängen oder sind in Multiplexkinos am Stadtrand zuhause.

Die aktuelle Ausgabe von "k+a" zeigt, wie sich die mit dem Aufkommen des Mediums Film einhergehende Gebäudetypologie entwickelt hat und illustriert dies mit verschiedensten Beispielen aus Stadt und Land. Erfreulich ist, dass in Genf mit der soeben erfolgten Rettung des Kinos "Le Plaza" ein wertvolles Gebäude der 1950er-Jahre erhalten bleibt - das Bewusstsein für den Wert der Kinoarchitektur ist also da.

gsk

Kontakt:

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