BÜRO DLB - IDEE-REALISATION-KOMMUNIKATION
Daniel Leutenegger, Bulliard 95, CH-1792 Cordast, Tel +41 (0)26 684 16 45 (nachmittags), Fax +41 (0)26 684 36 45, www.buero-dlb.ch

BÜRO DLB - IDEE-REALISATION-KOMMUNIKATION
Daniel Leutenegger
Bulliard 95
CH-1792 Cordast
Tel +41 (0)26 684 16 45 (nachmittags)
Fax +41 (0)26 684 36 45
E-Mail
www.buero-dlb.ch

"20m2 - FENSTER INS ATELIER VON ALINE STALDER"

"20m2 - FENSTER INS ATELIER VON ALINE STALDER"

14.12.2019 Ausstellung Kunsthaus Grenchen, Marti-Schenk-Kabinett der Villa Girard, vom 15. Dezember 2019 bis am 23. Februar 2020


Bild: Aline Stalder, "Ödland" (Detail), 2019, Keramik, Glasur, Trockenfrüchte und frische Granatäpfel und Kaki, ca. 30 x 30 cm © Aline Stalder, Foto: Aline Stalder, Basel

Mit der 2016 ins Leben gerufenen Ausstellungsreihe "20m2 - Fenster ins Atelier von..." bietet das Kunsthaus Grenchen jungen Kunstschaffenden aus dem Kanton Solothurn im Marti-Schenk-Kabinett der Villa Girard eine Plattform für die Präsentation eines oder mehrerer Werke.

Parallel zur "IMPRESSION 2019" gibt die in Solothurn geborene und aufgewachsene Aline Stalder (*1980) einen Einblick in ihr Schaffen. In ihren Mixed-Media-Kunstwerken geht die Künstlerin von Bräuchen, Orten und Gegenständen aus verschiedenen europäischen Kulturräumen aus, und sie spannt dabei einen Bogen von der Archäologie bis zum Kitsch.

In ihrer künstlerischen Arbeit erforscht Stalder die Schnittstelle zwischen Anthropologie, Archäologie, Ethnographie und Tourismus und bezieht die aktuelle Umgebung in ihre Arbeiten mit ein. Sich selbst beschreibt sie als Schöpferin und Sammlerin, die aus alltäglichen Gegenständen und Materialerkundungen surreal anmutende Szenerien schafft, in denen sie eine Geschichte erzählt oder ein bestimmtes Thema anspricht.

In der eigens für die Ausstellung im Kunsthaus Grenchen entstandenen Komposition mit dem Titel "Ödland" ist es die Tradition der échassiers landais - der auf Stelzen laufenden Hirten der Landes de Gascogne (das Wort "landes" bedeutet Ödland) des 18. Jahrhunderts. Damit sich die Schafhirten in den unwirtlichen, einerseits von trockener Heide bedeckten und andererseits von Sümpfen geprägten Gebieten der französischen Westküste trockenen Fusses bewegen und ihre Tiere besser bewachen konnten, gingen sie auf bis zu 1,7 Meter hohen Stelzen, die sie mit Lederbändern an den Fussknöcheln befestigten. Ein Rohrstock mit Knauf diente ihnen als Sitz und eine Tasche mit Dörrfrüchten und Brot als Proviant.

Die agro-pastorale Tradition der dreibeinigen Schafhirten verlor sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und wird durch Stalders raumfüllende Installation wieder in Erinnerung gerufen. Die Szenerie aus getrockneten Blumen, Stelzentischen aus Holz, Schaffüssen und Trockenfrüchten aus Keramik und natürlich gefärbten Stoffen kann auch als Ausdruck von Stalders Sehnsucht nach der Natur verstanden werden. Denn die Geschichte der Stelzenhirten aus der Bretagne hat die Künstlerin während ihres Aufenthalts in der Grossstadt Paris aufgeschnappt, wo sie von Januar bis Juli 2019 als Stipendiatin des Kantons Solothurn das Künstleratelier in der Cité Internationale des Arts nutzen durfte.

Die Prototypen der ausgestellten Werke sind in Paris entstanden. Zurück in ihrem Atelier in Basel hat die Künstlerin das Thema wieder aufgenommen und weiterentwickelt.

"Wir nehmen alle unsere Geschichten mit, wohin wir auch gehen", hat Aline Stalder jüngst in einem Interview gesagt, und so sind auch die Eindrücke aus der Zeit in Paris in die gezeigte Arbeit eingeflossen, auch wenn man dies den einzelnen Objekten nicht direkt ansieht. Die Installation "Ödland" soll das Publikum dazu ermutigen, durch den Raum zu navigieren, um mit der Arbeit in einen Dialog zu treten.

Biographisches

Aline Stalder wurde am 1. Januar 1980 in Solothurn geboren und war bis 2017 im Kanton Solothurn wohnhaft. Die heute in Basel lebende und arbeitende Künstlerin absolvierte von 2005 bis 2008 den Bachelor in Vor- und Grundschulbildung an der Pädagogischen Hochschule Solothurn. Nach dem Vorkurs an der Schule für Gestaltung Basel (2012-2014) studierte sie von 2014 bis 2017 Fine Arts an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel (Bachelor).

Seit 2012 werden Stalders Werke an Ausstellungen, vornehmlich in der Region Basel, aber auch in Bern, Zürich und Solothurn und anfangs 2020 auch in Teheran gezeigt.
 Die Qualität von Stalders Werken überzeugte im Frühling 2018 die Fachkommission für Bildende Kunst und Architektur des Kantons Solothurn und diese entschied, dass die Künstlerin von Januar bis Juli 2019 im Künstleratelier in der Cité Internationale des Arts in Paris leben und arbeiten konnte.

khg

Kontakt:

https://kunsthausgrenchen.ch/

https://alinestalder.com/

#KunsthausGrenchen #AlineStalder #20m2 #VillaGirard #MartiSchenkKabinett #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

 

Zurück zur Übersicht