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"ALS WIR VERSCHWANDEN. VIER VIDEOARBEITEN"

"ALS WIR VERSCHWANDEN. VIER VIDEOARBEITEN"

30.08.2020 Die Ausstellung "Als wir verschwanden" im Bündner Kunstmuseum Chur "nimmt den aktuellen Zustand der Welt zum Anlass, um über unsere Verantwortung für die künftigen Generationen nachzudenken", wie das Museum schreibt. Die vier Videos von Julian Rosefeldt, SUPERFLEX, Yuri Ancarani und Julius von Bismarck werden als raumgreifende Projektionen präsentiert und sind zum ersten Mal in einer Schweizer Kunstinstitution zu sehen. "Als wir verschwanden" läuft parallel zur Ausstellung "Dance Me to the End of Love. Ein Totentanz" (bis am 22. November 2020)


Bild: Julian Rosefeldt, In the Land of Drought 2015/17 (Aufnahme im Labor des Bündner Kunstmuseums) © Pro Litteris, Zürich

"Zukünftige Generationen werden uns nicht verzeihen. Ihr Urteil wird einstimmig und ihre Haltung unversöhnlich sein. Sie werden keine ruhmreichen Geschichten von der Eroberung des Mondes oder dem Siegeszug des Internets erzählen. Sie werden zurückblicken und Rohstoffausbeutung, Flüchtlingskrisen, Wertvernichtung oder den Klimawandel sehen.", schreibt das Museum.

Und weiter: "In der Ausstellung 'Als wir verschwanden' versetzen wir uns in die Perspektive unserer Nachkommen und betrachten die Gegenwart mit den Augen unserer künftigen Kinder. Die Videos demaskieren uns im Blick derer, die wir ignoriert haben. Sie sind Bruchstücke unseres Vermächtnisses."

Das Video "In the Land of Drough"t von Julian Rosefeldt ist eine filmische Interpretation von Joseph Haydns "Die Schöpfung" und zeigt ein Zeitalter des Post-Anthropozän. Im Video folgen die Betrachtenden einer Gruppe von Wissenschaftlern, welche den archäologischen Funden einer Zivilisation nachspürt, die sich selbst begraben hat.

SUPERFLEX zeigt im Video "Kwassa Kwassa" die Konstruktion eines Fiberglasbootes, das zur Beförderung von Migranten zwischen Inseln im indischen Ozean verwendet wird. Die angedeutete Überfahrt offenbart, wie nationale Machtinteressen die Sehnsucht nach einer sicheren Existenz verschlingen.

Im Video "The Roots of Violence - San Giorgio" von Yuri Ancarani lenken die Bildsequenzen die Betrachtenden an verborgene Orte von Finanzinstituten. Die Zerstörung von sensiblen Dokumenten wird zum Sinnbild für eine substanzlose Finanzwirtschaft, auf der die globale Ökonomie gründet.

"Irma to come in Earnest" von Julius von Bismarck führt die BesucherInnen mitten in den Sturm Irma, der 2017 über die Karibik raste. Zu sehen sind im Video überflutete Siedlungen und vom Sturm erdrückte Palmen. "Die Urgewalt des Hurrikans übersetzt der Künstler in stark verlangsamte, eigentümlich schöne Bilder. Dabei entsteht die Erkenntnis, dass wir Menschen zur grössten zerstörerischen Triebkraft ökologischer Prozesse geworden sind", so das Museum.

Programm:

29.08. - 20.09.: Julian Rosefeldt, In the Land of Drought, 2015 /17
22.09. - 11.10.: SUPERFLEX, Kwassa Kwassa, 2015
13.10. - 01.11.: Yuri Ancarani, The Roots of Violence-San Giorgio, 2019/ 20
03.11. - 22.11.: Julius von Bismarck, Irma to come in Earnest, 2017

bkc

Kontakt:

http://www.buendner-kunstmuseum.ch/de/

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