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BIWAK#25: "IRAN WINTER. ABSEITS DER PISTE"

BIWAK#25: "IRAN WINTER. ABSEITS DER PISTE"

27.11.2019 Ausstellung im Alpinen Museum der Schweiz, Bern, bis am 12. April 2020


Bild: Zwei Frauen geniessen die frische Luft bei der Mittelstation der Gondelbahn von Tochal oberhalb von Teheran an einem heissen Sommertag - Foto: © Caroline Fink

Was hierzulande kaum bekannt ist: Iran verfügt über eine florierende Bergszene. Neben Kletterwänden und Pulverschnee finden Iranerinnen und Iraner in den Bergen auch unerwartete Freiräume. Die neue Ausstellung im Raum Biwak lässt sie davon erzählen.

"Iran Mountain Zone" nennt Mohammad Hajabolfath sein Sportartikel- und Outdoor-Unternehmen in der Millionenmetropole Teheran. Mohammad verkauft Bergsteiger- und Skitouren-Equipment und bietet Schulungen und Kurse an. Das ganze Jahr über führt er westliche und iranische Gäste auf hohe Gipfel und in unberührte Pulverschneehänge.

Was hierzulande kaum präsent ist: Iran ist ein Land der Berge und der Bergbegeisterten. Allein für die Region Nord-Teheran schätzt der ebenfalls in der Ausstellung vertretene Journalist Hosein Nazar die Zahl der Bergsteigerinnen und Bergsteiger auf über 10'000.

Es gibt Berghütten, Bergvereinigungen, Wanderwege, Kletterrouten, Landeskartenblätter 1:25000, Skipisten und eine wachsende Zahl von Skitourenfahrern und -fahrerinnen. Sie finden in den Bergen nebst Pulverschnee auch unerwartete Freiräume.

Soziales Lernfeld und ökonomische Hürden

Mina Ghorbani etwa beschreibt das Bergsteigen mit Gleichgesinnten, das man ihr dank eines liberalen Elternhauses bereits in Jugendjahren erlaubte, als "University of Life". Als Lernfeld, das es ihr ermöglicht habe, ihre "soziale Welt zu erweitern" - insbesondere um Kontakte zum andern Geschlecht, die im getrennten Schulsystem kaum möglich waren.

Heute lebt Mina Ghorbani von ihrer Arbeit als Tour-Operatorin und Bergführerin. Ebenso wie ihre Berufskollegin Parastoo Abrishami. Die "harte Arbeit", mit der sich Frauen einen Platz in dieser Männerdomäne erkämpfen müssten, unterscheide sich im Iran allerdings in nichts von andern Ländern, betont diese. Wie Mohammad Hajabolfath, dessen Unternehmen die US-Sanktionen empfindlich spürt, sieht auch Parastoo Abrishami vor allem ökonomische Herausforderungen für die Weiterentwicklung der iranischen Bergszene: ein Paar Bergschuhe oder ein Eispickel sind mit einem durchschnittlichen Einkommen kaum unter ein bis zwei Monatslöhnen zu haben.

Iranische Bergwelt im Film und live

"Iran Winter. Abseits der Piste" zeigt Audio- und Videomaterial der Zürcher Filmerin, Fotografin und Autorin Caroline Fink, die den Iran als Alpinistin regelmässig bereist. Ihre Beiträge werden durch ein Begleitprogramm von mehreren Live-Veranstaltungen im Alpinen Museum und bei Partner-Organisationen ergänzt: So führt Mohammad Hajabolfath am ersten Sonntag nach Eröffnung persönlich durch die Ausstellung (in englischer Sprache) und im Polit-Forum diskutiert ein vierköpfiges Podium aus verschiedenen Perspektiven über die "iranische Freiheit" in den Bergen.

Mehr:

Flyer mit Programm | Iran Winter

ams

Kontakt:

https://www.alpinesmuseum.ch/de/ueber-uns/das-museum  

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teheran

Bild: Die Millionenmetropole Teheran mit dem Damavand im Hintergrund an einem der wenigen smogfreien Tage - Bild: © Caroline Fink 

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