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"DAVID CHIEPPO / EL FRAUENFELDER – PAINTING DESOULATION"

"DAVID CHIEPPO / EL FRAUENFELDER – PAINTING DESOULATION"

21.03.2017 Ausstellung im Trudelhaus Baden, bis am 23. April 2017


Bild: El Frauenfelder, «Scheune», Öl, Acryl, Sprühfarben auf Leinwand, 2016

Der vom Maler David Chieppo gewählte Ausstellungstitel ist ein Wortspiel: es klingen darin die Wörter "soul" (Seele) sowie "desolation" (Trostlosigkeit) an, und "Painting" kann als Verb oder als Nomen gelesen werden.

Eine solche Mehrdeutigkeit anzulegen ist typisch für das Vorgehen von David Chieppo. Seine in pastoser Malweise in Öl ausgeführten Arbeiten geben ihren Betrachtern Rätsel auf. Die ihnen anhaftende Melancholie und eigentümliche Schwere lassen viel Raum für Interpretationen offen.

Chieppo schafft es, eine ganze Erzählung auf einen Bildträger zu bannen. Auffallend ist die Verletzlichkeit der abgebildeten Figuren, obschon ihre Gesichter mit wenigen pastosen Pinselstrichen modelliert sind oder auch nur angedeutet werden.

Der Künstler lässt sich unter anderem von Zeitungsberichten inspirieren. So klingen denn auch hier und dort Abbildungen von Kriegsschauplätzen im Betrachter an. Andernorts fühlt man sich an ein Filmstill erinnert. Und immer mal wieder taucht hier und dort ein wildes oder ungezähmtes Tier auf.

Demgegenüber erscheinen die Landschaften in El Frauenfelders Malerei seltsam menschenleer und verlassen. Farbige Gebäude, Tankstellen, Tabakscheunen und stählernen Tanksilos bestimmen die unbehaglichen Szenerien, die an amerikanische Roadmovies erinnern mögen.

Die Betonung von Licht und Schatten verleiht der Alla-prima-Malerei El Frauenfelders eine grosse räumliche Tiefenwirkung und trotz des groben malerischen Gestus beinahe fotografische Qualitäten.

Auffallend sind ihre bewusst offen gelassenen Bildränder; grobe Spachtelstriche enden abrupt und geben dem Bild etwas Fragmentarisches.

Während bei El Frauenfelders Zugang das Dokumentarische im Vordergrund steht, betont David Chieppo das narrative Element. Bei beiden Künstlern verleiht das Medium der Malerei den vom Unterwegssein geprägten, flüchtigen Alltagssituationen eine allgemeine Gültigkeit mit nachdenklich stimmendem Unterton.

Im Trudelhaus treten bis am 23. April 2017 ältere und neuere Arbeiten der beiden Künstler über drei Etagen hinweg in Dialog. Die Ausstellung umfasst Zeichnungen, Malerei und eine installative Arbeit.

Beide Künstler wurden mit dem Manor-Kunstpreis ausgezeichnet und ihre Werke waren schon in mehreren Museumsausstellungen zu sehen.

thb

Kontakt:

http://www.visarte-aargau.ch/ausstellungsraum/2017/A23/painting.html

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