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"DIG DRILL DUMP FILL PUSH PULL EMPTY FULL – Bilderbücher und Kindermusik der 1970er"

"DIG DRILL DUMP FILL PUSH PULL EMPTY FULL – Bilderbücher und Kindermusik der 1970er"

25.08.2019 Ausstellung im Kunsthaus Langenthal, vom 29. August bis am 10. November 2019


Bild: Luca Beeler/Cédric Eisenring/Carmen Tobler, Dig Drill Dump Fill Push Pull Empty Full. Bilderbücher und Kindermusik der 1970er, Kunsthaus Langenthal, 2019, Courtesy of the Artists

Das Kunsthaus Langenthal präsentiert unter dem Titel "Dig Drill Dump Fill Push Pull Empty Full. Bilderbücher und Kindermusik der 1970er" eine Ausstellung mit rund 500 Bilderbüchern, alle zum Anschauen zugänglich, sowie Schallplatten für und von Kindern aus den 1960er- und 1970er-Jahren.

Ausgangslage ist die Frage, wie sich die gesellschaftlichen und künstlerischen Umwälzungen der 1960er-Jahre in Büchern und Musik für Kinder niedergeschlagen haben - mit Themen wie Ökologie, Feminismus, Autorität und Solidarität ebenso wie mit formalen Experimenten.

Präsentiert werden die unterschiedlichen Medien in einer künstlerischen Ausstellungsszenografie. Die Ausstellung will nicht blosse Nostalgie hervorrufen, sondern die Themen und den damaligen Kindheitsbegriff aus heutiger Sicht kritisch befragen, u.a. mit Videoarbeiten zeitgenössischer Kunstschaffender zum Thema Kindheit.

Neben den Bilderbüchern, Schallplatten und Hörstationen beinhaltet die Ausstellung einen Beitrag des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien SIKJM, einen Shop der Librairie La Dispersion (Genf) mit aktuellen und historischen progressiven Bilderbüchern, eigens produzierte Vorlesevideos (Children's Book TV s.u.) und DJ-Mixes von Radio Minus und Sebastian Reier sowie Videoarbeiten von Thomas Julier, Tobias Madison, Jeff Preiss, Carissa Rodriguez, Hinrich Sachs und Simon Starling, Leslie Thornton und weiteren Kunstschaffenden.

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Vermittlungsprogramm begleitet, bestehend aus einer Kindervernissage, Literarischen Führungen für Kinder und Erwachsene und einem Veranstaltungstag mit Vorträgen, Kinderworkshop und Kinderdisco.


Das Projekt ist eine Zusammenarbeit von Luca Beeler, Cédric Eisenring, Carmen Tobler und Raffael Dörig.

Rückblick

Im Zuge der gesellschaftlichen Umwälzungen der 1960er-Jahre wird in Kinderbüchern und Liedern das Kind zum Akteur des Wandels gemacht. Neue Inhalte gehen dabei einher mit formalen Experimenten. Die Bücher und Lieder dieser Zeit erzählen von antiautoritärer Wildheit und Grenzüberschreitung, vorgelebtem Feminismus, Technologiepessimismus, mystisch-dunkler Fantasy oder berauschtem Surrealismus.

Die ProtagonistInnen dieser kulturellen Revolution forderten gesellschaftliche Veränderung und entdeckten im Kind den Träger einer alternativen, gesellschaftlichen Zukunft. Die Ausstellung im Kunsthaus Langenthal gibt Einblicke in ein Medium im Aufbruch und zeigt, wie künstlerische und literarische Tendenzen ihrer Zeit Einzug in das pädagogische Format fanden.

Zentrum der Ausstellung bildet die Sammlung von rund 500 Kinderbüchern des Kuratoren Luca Beeler, des Künstlers Cédric Eisenring und der Buchgestalterin Carmen Tobler. Ihre Bilderbuchsammlung umfasst formal und inhaltlich interessante Kinderbücher der Nachkriegszeit und wurde in kleinerem Rahmen in den letzten Jahren bereits im In- und Ausland gezeigt.

Kombiniert wird diese Büchersammlung nun mit Raffael Dörigs Sammlung von Schallplatten für und von Kindern aus jener Zeit. Zu sehen sind die gestalterisch oft interessanten Plattenhüllen, zu hören eigens thematisch zusammengestellte Stücke an Hörstationen.

In der Gegenüberstellung der Medien Buch und Musik werden Parallelen, sich wiederholende Motive, ähnliche Anliegen und künstlerische Strategien sowie personelle Überschneidungen erfahrbar.

Gemeinsam ist beiden Sammlungen ein Fokus auf Produktionen, die sich als neu und alternativ verstanden, oft in neu gegründeten Verlagen und Labels erschienen und hohe inhaltliche, pädagogische, formale oder politische Ansprüche hatten.

Die Ausstellung im Kunsthaus Langenthal ist mehr als eine historische oder nostalgische Rückschau: In der eigens für die Ausstellung entwickelten installativen Szenografie von Beeler, Eisenring und Tobler werden wiederkehrende Themen herausgeschält, formale und inhaltliche Elemente hervorgehoben und die Bücher und Schallplatten mit Videoarbeiten zeitgenössischer Kunstschaffender zum Thema Kindheit konfrontiert.

Die Gegenüberstellung ermöglicht eine kritische Sichtung aus heutiger Perspektive und wirft Fragen auf zum gegenwärtigen und zukünftigen Verhältnis von Gesellschaft und Kind, beziehungsweise von Medium, Pädagogik und Kunst.

Die Ausstellung kann dabei auf verschiedene Weise erlebt werden. Sie ermöglicht Kindern, in die Bilderbücher einzutauchen, deren Eltern und anderen Erwachsenen, sich an die eigenen Kindheitserfahrungen mit den Büchern zu erinnern oder Neuentdeckungen zu machen sowie kulturgeschichtliche Zusammenhänge von Medien für Kindern nachzuvollziehen.

khl

Kontakt:

https://www.kunsthauslangenthal.ch/de/ausstellung/archiv-fuer-kindermedien.html

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