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"EMIL ZBINDEN_02 - MENSCHEN VOM LAND"

"EMIL ZBINDEN_02 - MENSCHEN VOM LAND"

16.08.2019 Im Frühling 2017 waren an gleicher Stelle Holzschnitte von Emil Zbinden zum Leben auf dem Land zu sehen. Ab dem 17. August bis am 28. September 2019 präsentiert die Bibliothek Herzogenbuchsee nun in 77 Werken aus dem Fundus der Stiftung Hans Ulrich Schwaar Emil Zbindens träfen Blick auf die Menschen vom Land – und Gotthelfs Romanfiguren. Am öffentlichen Vernissage-Apéro vom Samstag, 17. August, 10.30 Uhr, mit dabei: Zbindens Sohn Karl, der Berner Schriftsteller und Zbinden-Buchautor Werner Wüthrich und Hanspeter Blaser von der Schwaar-Stiftung.


Bild: Holzstich von Emil Zbinden aus "Die schwarze Spinne" von Jeremias Gotthelf. Archiv Emil Zbinden, Graphische Sammlung, Schweizerische Nationalbibliothek, Bern. © Limmat Verlag und Karl Zbinden, Bern

Es ist eine Ausstellung zum Abschied. Die 77 Werke von Emil Zbinden aus der Kunstsammlung von Hans Ulrich Schwaar werden nach der aktuellen Präsentation in der Bibliothek Herzogenbuchsee aus der Obhut der Stiftung Schwaar und dem Kunstdepot im Dorfarchiv von Herzogenbuchsee entlassen. Die Stiftung wurde kürzlich aufgelöst. Die ganze Sammlung Schwaar samt den insgesamt rund 300 Arbeiten von Emil Zbinden wird von der Gemeinde Langnau übernommen und dort zentral eingelagert.

Gotthelfs Ensemble

Emil Zbinden gilt heute als einer der wichtigsten Holzstecher oder Holzschneider der Schweiz. Sein Hauptwerk sind 900 Holzschnitte für die 16 Jeremias-Gotthelf-Bände der Büchergilde Gutenberg. Einige davon sind in der zweiten Ausstellung mit Werken von Ernst Zbinden in der Bibliothek Herzogenbuchsee zu sehen. Bekanntlich lebte Gotthelf einige Jahre (1824 bis 1829) als Vikar in Herzogenbuchsee.

Zbindens Blick

Der Berner Bauernsohn, Schriftsteller und Brecht-Forscher Werner Wüthrich hat Emil Zbinden mehrmals in dessen Atelier in Bern besucht. Im Buch "Emil Zbinden - Selbstzeugnisse und Bilddokumente" schrieb er im Nachwort zu Zbindens Gotthelf-Illustrationen: "Streng genommen sind die Holzstiche von Emil Zbinden gar keine Gotthelf-Illustrationen, sondern eine aktuelle Lesehilfe. Man müsste eigentlich sagen, Emil Zbinden habe die Werke Jeremias Gotthelfs gar nicht illustriert, sondern durch die realistische Abbildung der Bäuerinnen und Bauern und der ländlichen Verhältnisse im Emmental zu seiner Zeit aus späterer Zeit erst wieder einen Zugang neu geschaffen."

Gestochen scharf

In gestochen scharf beobachteten und gestalteten Holzschnitten porträtierte Zbinden Frauen, Männer und Kinder vom Land. Beim Arbeiten, Feiern, Politisieren. In Arbeitskleidung und Sonntagsstaat. Mal vergnügt, mal grimmig-verzweifelt oder bauernschlau-schlitzohrig. Landleben wie zu Gotthelfs Zeiten - aber ganz und gar nicht von gestern.

Geboren in Niederönz

Emil Zbinden, geboren 1908 in Niederönz, ging die ersten Jahre in Herzogenbuchsee zur Schule. Sein Vater arbeitete hier als Postillion bei der Pferdepost. Als der Betrieb auf Autoverkehr umgestellt wurde, zog die siebenköpfige Familie nach Bern. Dort lebte und arbeitete Emil Zbinden an der Brunngasse 60 bis zu seinem Tod 1991.

Langnau und Lappland

Zbindens Förderer und Sammler Hans Ulrich Schwaar, geboren 1920 in Sumiswald, gestorben 1914 in Lappland, hätte Sprachen und Psychologie studieren wollen. Doch auf Geheiss seines Vaters trat er ins Seminar Muristalden ein und wurde Lehrer. Zunächst unterrichtete er in Trubschachen, dann im Gohl und schliesslich in Langnau. Hier gründete er 1970 die Weiterbildungsklasse (WBK). 1982 liess er sich pensionieren und lebte fortan zu grossen Teilen bei den Samen im finnischen Lappland. Er hat sich einen Namen als Übersetzer, Schriftsteller und Kunstsammler gemacht. Mit Zbindens Holzschnitten, Zeichnungen und Aquarellen trug HU Schwaar zeitlebens rund 2'500 Werke verschiedener Schweizer und finnischer Künstler zusammen.

Die Öffnungszeiten: Dienstag 15.30 bis 18.30 Uhr, Mittwoch 9 bis 11 und 15.30 bis 18.30 Uhr, Donnerstag 18.30 bis 21 Uhr, Freitag 15.30 bis 18.30 Uhr, Samstag 10 bis 14 Uhr, Sonntag und Montag geschlossen.

bh

Kontakt:

http://www.adhoc-kultur.ch/

http://www.herzogenbuchsee.ch/topic2729.html

https://www.emilzbinden.ch/?lang=en

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