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"GERASTERTES UND VERWOBENES AUS DER SAMMLUNG"

"GERASTERTES UND VERWOBENES AUS DER SAMMLUNG"

08.09.2018 Ausstellung im Kunstmuseum Olten, vom 9. September bis am 11. November 2018


Bild: Esther Ernst (*1977), Pin-Paper I (Detail), 2014. Mischtechnik auf Papier, 147 x 147 cm, Kunstmuseum Olten

In thematischer Anbindung an die Hauptausstellung «Lucie Schenker, Edit Oderbolz, Reto Pulfer: weiche Raster» zeigt das Kunstmuseum Olten in der dritten Etage Arbeiten aus der Sammlung, die textile Strukturen und Netz(werk)e prononciert zum Ausdruck bringen - technisch, formal und inhaltlich.

Einer Ästhetik des Gewobenen, Geflochtenen und Vernetzten verpflichtet, zeugen sie vom vergangenen und gegenwärtigen Interesse Kunstschaffender an rasterartigen Ordnungen und Strategien des Verwebens.

Neben Werken, in denen effektiv Stoffe, Fäden, Drähte o. Ä. verarbeitet werden, sind auch Arbeiten zu sehen, die eine Übertragung von Verfahren aus dem Bereich des textilen Handwerks in andere Techniken erkennen lassen.

Linien, Flächen und Realitätsfetzen verbinden sich in Skulpturen, Gemälden, Zeichnungen, Graphiken und Collagen zu Strukturen unterschiedlicher Strenge und Komplexität. Ornamental oder geometrisch, organisch gewachsen oder präzis konstruiert ordnen, trennen und vernetzen sie Formen und Inhalte. Ein Seitenblick gilt zudem dem Textilen als Bildgegenstand.

Die Sammlungspräsentation rückt damit die faktische wie metaphorische Vielschichtigkeit textiler Strukturen in den Fokus und gibt Einblick in die Vielfalt an künstlerischen Positionen, die mit den spezifischen Qualitäten des Textilen operieren.

Mit Werken von:

Alice Bailly, Walter Bodmer, Vreny Brand-Peier, Marianne Büttiker, Silvia Buonvicini, Esther Ernst, Clare Goodwin, Fabrice Gygi, Adelheid Hanselmann, Urs Hanselmann, Daniela Keiser, Max Matter, Gaspare O. Melcher, Meret Oppenheim, Marcel Peltier, Christian Rothacher, Pia Schelbert, Katja Schenker, Verena Thürkauf u. a.

Schaufenster für die JKON-Preisträgerin 2018

Im Schaufenster für die diesjährige JKON-Preisträgerin zeigt Alizé Rose-May Monod (*1990) das Video "WE TAKE UP SPACE_" von 2017. Im Reenactment einer Videoarbeit von Carole Roussopoulos und Delphine Seyrig, die 1976 Valérie Solanas "S.C.U.M. Manifesto" von 1967 lasen, verwebt Monod mehrere Zeitebenen, Rezeptionsformen und Stränge feministischen Erbes zu einem Manifest sich kreuzender Linien.

kmo

Kontakt:

https://www.kunstmuseumolten.ch/

> jkon (link)

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