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"HOMO MIGRANS. ZWEI MILLIONEN JAHRE UNTERWEGS"

"HOMO MIGRANS. ZWEI MILLIONEN JAHRE UNTERWEGS"

06.11.2019 Sonderausstellung im Bernischen Historischen Museum Bern, bis am 28. Juni 2020


Bild: Die Ausstellung spannt einen weiten zeitlichen Bogen von den ersten Menschen in Afrika vor vier Millionen Jahren über den Beginn ihrer Verbreitung über die ganze Welt vor zwei Millionen Jahren bis in die Gegenwart - © Bernisches Historisches Museum, Bern - Foto: Christine Moor

Das Bernische Historische Museum zeigt vom 7. November 2019 bis am 28. Juni 2020 die Ausstellung "Homo migrans. Zwei Millionen Jahre unterwegs". Die Reise beginnt bei den ersten Menschen in Afrika, zeigt den Beginn ihrer Verbreitung über die ganze Welt vor zwei Millionen Jahren und führt bis in die Gegenwart der Schweiz. Ob Neandertaler im Berner Oberland, vertriebene Täufer, italienische Gastarbeiter oder Angehörige der Fünften Schweiz: Neben den grossen für die Schweiz prägenden Migrationsbewegungen werden auch Geschichten und Schicksale migrierter Menschen aufgezeigt. Fünf dokumentierte DNA-Test-Selbstversuche greifen zudem das Trendthema der persönlichen Ahnenforschung auf.

Wie viel Migration steckt in mir? Diese Frage begleitet Besucherinnen und Besucher auf dem Ausstellungsrundgang und lädt dazu ein, sich mit dem Thema Migration sowohl im historischen Kontext als auch im Bezug auf die eigene Lebensgeschichte und Herkunft auseinanderzusetzen. Denn: Migration war und ist in der Menschheitsgeschichte der Normalfall. "Die Ausstellung bietet einen historischen Hintergrund zu einem aktuellen und oft emotional diskutierten Thema", begründet Jakob Messerli, Direktor des Bernischen Historischen Museums, die Wahl des Ausstellungsthemas. "Wenn wir nicht selbst aus- oder eingewandert sind, dann sind es - wenn wir in unseren Familiengeschichten nur weit genug zurückblicken - mit Sicherheit unsere Vorfahren."

Geglückte und gescheiterte Ein- und Auswanderungsvorhaben

"Homo migrans. Zwei Millionen Jahre unterwegs" spannt einen weiten zeitlichen Bogen von den ersten Menschen in Afrika vor vier Millionen Jahren über den Beginn ihrer Verbreitung über die ganze Welt vor zwei Millionen Jahren bis in die Gegenwart. Das Gebiet der heutigen Schweiz bildet in der Ausstellung den inhaltlichen Schwerpunkt. Elf Themenbereiche mit insgesamt über 200 Exponaten sowie Audio- und Videostationen machen die vielfältigen Migrationsbewegungen, ihre Ursachen und Auswirkungen erlebbar. Besucherinnen und Besucher werden zudem eingeladen, ihre persönlichen Migrationserfahrungen in der Ausstellung zu teilen.

Migrationsgeschichten hinter den Objekten

Auch wir Schweizerinnen und Schweizer waren nicht schon immer hier. Während der Eiszeiten erreichten die ersten Menschen die Schweiz - davon zeugt in der Ausstellung der berühmte Faustkeil von Pratteln, welcher als der älteste bisher gefundene Beweis menschlicher Präsenz in der Schweiz gilt (300'000 bis 120'000 v. Chr.). Grosse Migrationsbewegungen wurden auch durch Glaubenskonflikte ausgelöst: Als Beispiel dafür wird unter anderem der sogenannte "Hugenottenteppich" gezeigt. Die Tischtapisserie aus dem Berner Rathaussaal veranschaulicht die Geschichte der im 16. und 17. Jahrhundert in Massen in die Schweiz geflüchteten Hugenotten. Viele der aus Frankreich stammenden protestantischen Glaubensflüchtlinge verfügten über ausgeprägte Handwerks- und Kunsthandwerksexpertise und gaben dadurch Wirtschaft und Kultur in der Schweiz wichtige Impulse. Tapisseriewirker aus ihren Reihen fertigten im Auftrag des Berner Rats 1686 den "Hugenottenteppich", welcher zu den bedeutendsten Objekten der Museumssammlung zählt und nach Jahrzehnten erstmals wieder in einer Ausstellung zu sehen ist.

Auch auf den ersten Blick unscheinbar wirkende Objekte tragen bewegte Geschichten in sich: Das ausgestellte "Hungerbrötchen" aus den Hungerjahren 1816/1817 steht für die Wirtschafts- und Armutskrisen, die eine wichtige Ursache für die Auswanderung von rund einer halben Million Schweizerinnen und Schweizer im 19. Jahrhundert waren.

Ahnenforschung per DNA-Selbsttest

Migration ist ein globales Phänomen, das uns alle betrifft. Rund ein Drittel der Bevölkerung in der Schweiz hat heute einen Migrationshintergrund und mehr als jede zehnte Person mit Schweizer Pass lebt als Teil der Fünften Schweiz im Ausland. Für Personen, die mehr über ihre Vorfahren und damit über ihre eigene Migrationsgeschichte erfahren möchten, hat sich ein Markt für DNA-Tests entwickelt - wobei die wissenschaftliche Aussagekraft der Tests umstritten ist. Im Rahmen der Ausstellung haben fünf Probandinnen und Probanden im Vorfeld eine Erbgutanalyse gewagt, und sie verraten in der Ausstellung die Ergebnisse.

bhm

Kontakt:

https://www.bhm.ch/de/

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