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JEAN TINGUELYS MÉTA-HARMONIE II KEHRT ZURÜCK INS MUSEUM TINGUELY BASEL

JEAN TINGUELYS MÉTA-HARMONIE II KEHRT ZURÜCK INS MUSEUM TINGUELY BASEL

17.11.2018 In den 38 Jahren, in denen die Méta-Harmonie II von Jean Tinguely am Laufen war, ist das Rattern, Scheppern, Dröhnen und Hämmern der kolossalen "Ton-Mischmaschine" immer leiser geworden. Eine Restaurierung des aus Schrottgegenständen, Musikinstrumenten, Spielzeugen und Hunderten von Schrauben, Spannriemen und Federn gebauten Kunstwerks wurde unumgänglich. Aus diesem Grund hat sich ein Team unter der Leitung des Schaulagers in Zusammenarbeit mit dem Museum Tinguely der Restaurierung des Werks angenommen. Nach mehr als einem Jahr sind die aufwändigen Arbeiten jetzt abgeschlossen und der Publikumsliebling, eine Dauerleihgabe der Emanuel Hoffmann-Stiftung, kehrt wieder zurück ins Museum Tinguely Basel. Ab dem 24. November 2018 ist das frisch belebte beliebte Monster an seinem bewährten Platz zu bewundern.


Bild: Das Grundgerüst der Méta-Harmonie II bilden drei zusammengeschweisste Rahmen. In diesem dreidimensionalen Konstrukt befindet sich ein Geflecht aus Rädern und Riemen, Metallstangen und Gummiseilen, Instrumenten und Schlägeln - alles bewegt durch drei Motoren - Foto: Schaulager, Laurenz-Stiftung

-> Video: https://www.schaulager.org/de/schaulager/videoarchiv/video/34 <-

Das Museum Tinguely freut sich, dem Museumspublikum ab dem 24. November 2018 eines seiner Ausstellungshighlights wieder präsentieren zu können. Das Werk Méta-Harmonie II (1979) ist die zweite von insgesamt vier kinetischen, visuell-akustischen Maschinenskulpturen, die Jean Tinguely in den Jahren 1978 bis 1985 kreierte. Das Werk gehört der Emanuel Hoffmann-Stiftung und ist als Dauerleihgabe seit der Museumseröffnung 1996 ein wichtiger Bestandteil der Sammlungspräsentation. Diese Leihgabe gehört zu einer der zentralen Werkgruppen Jean Tinguelys und unterstützt zugleich in bedeutendem Umfang die Strategie des Museums, "BesucherInnen auch heute die Möglichkeit zu bieten, Tinguelys künstlerische Ideenwelten und Werke eigenständig und als synästhetische, interaktiv erlebbare Kunsterlebnisse präsentieren zu können".

Nach über 20 Jahren Laufzeit im Museum war eine umfassende Restaurierung der fast vier Meter hohen Klangskulptur unumgänglich geworden. Im Rahmen eines vom Schaulager initiierten und finanzierten Forschungsprojektes hat ein Team von Restauratoren des Schaulagers und des Museum Tinguely das Werk über 12 Monate umfassend dokumentiert und restauriert.

In enger Zusammenarbeit zwischen den Restauratoren des Schaulagers, Marcus Broecker und Carole Maître, und Jean-Marc Gaillard, Restaurator am Museum Tinguely und einer der letzten Assistenten von Jean Tinguely, konnte der über die Jahre entstandene Verschleiss einzelner Elemente der Méta-Harmonie II mit den Massen 380 x 690 x 160 cm und einem Gesamtgewicht von über 2 t dokumentiert und analysiert werden.

Dort, wo es möglich war, wurden die entsprechenden Komponenten wieder nach konservatorischen Gesichtspunkten in Stand gesetzt. Die verschiedenen Fachkompetenzen und Erfahrungen der Experten im Umgang mit kinetischen Skulpturen haben sich bei dieser Kooperation optimal ergänzen können. Mit akribischer Recherche- und Detailarbeit ist es ihnen dabei u.a. gelungen, anhand von historischen Audioaufnahmen der Maschinenskulptur wieder ihre originären Klänge zurückzugeben.

Zusätzlich sind die einzelnen Restaurierungsprozesse filmisch dokumentiert worden mit dem Ziel, zum einen eine Fortsetzung des wissenschaftlichen Diskurses langfristig zu ermöglichen und zum anderen die oft im nicht öffentlich zugänglichen Labor stattfindende langwierige und minutiöse Restauratorenarbeit auch für ein breites Publikum zugänglich zu machen.

Nun wird die grosse Musikmaschine die Reise zurück ins Museum Tinguely antreten. Dort wird das Werk wieder in der Sammlungspräsentation «Stillstand gibt es nicht!» das wichtige Kapitel der Musikmaschinen im Lebenswerk des Künstlers repräsentieren können.

Ab dem 24. November 2018 werden die spektakulären visuellen und akustischen Effekte der Méta-Harmonie II, ausgelöst durch die schier unzähligen bunten Musikinstrumente, Alltagsgegenstände und weiteren 'Objets trouvés' die MuseumsbesucherInnen erneut in ihren Bann ziehen.

Restaurierung im Museum digital entdecken


Um die aktuellen Herausforderungen eines Museums, wie man mit kinetischen Kunstwerken umgehen soll, für das Museumspublikum greifbarer zu machen, wird ab Februar 2019 ein vom Schaulager produzierter Info-Touchscreen dazu einladen, vor der Méta-Harmonie II die einzelnen Etappen der Instandsetzungsmassnahmen und die in diesem Rahmen dazu geführten wissenschaftlichen Diskussionen und konservatorischen Abwägungen nachzuvollziehen. Zusätzlich bieten die in kurzen Sequenzen aufbereiteten Filme spannende Hintergrundinformationen zum Werk sowie Einblick in die Arbeit eines Objektrestaurators.

cp

Kontakt:

www.schaulager.org

www.tinguely.ch

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