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MUSEUM LANGMATT BADEN: AUFSTOCKUNG DES STIFTUNGSKAPITALS DURCH BILDERVERKAUF

MUSEUM LANGMATT BADEN: AUFSTOCKUNG DES STIFTUNGSKAPITALS DURCH BILDERVERKAUF

06.06.2020 Das Testament von John Alfred Brown (1900–1987), der wie seine beiden Brüder Sidney und Harry kinderlos blieb, ermöglichte es, 1990 in der Villa Langmatt in Baden ein Impressionisten- und Wohnmuseum von europäischem Rang einzurichten, dessen Weiterbestand allerdings seit einiger Zeit gefährdet war: Das Gebäude ist dringend sanierungsbedürftig und die Stiftung, die das Museum betreibt, hat fast kein Geld mehr. Der Einwohnerrat der Stadt Baden hat jetzt die Umsetzung der "Strategie Zukunft Langmatt" beschlossen, deren Kern eine klare Verteilung der Verantwortlichkeit zwischen Stadt Baden und Stiftung Langmatt ist.


Bild: Ausstellungsansicht "Herzkammer - 30 Jahre Museum Langmatt", © Museum Langmatt, 2020  

Zur langfristigen Sanierung des von Anfang an zu gering bemessenen Stiftungskapitals ist ein gezielter Bilderverkauf von ein bis drei Werken erforderlich, "der jedoch den Kernbestand der Sammlung nicht berührt", so die Stiftung. Aus dem Erlös von rund CHF 40 Mio. generiert die Stiftung den notwendigen Kapitalertrag, um damit den Betrieb nachhaltig zu sichern: "Ein zwar schmerzlicher, aber alternativloser Schritt, der die Zukunft des Museums sichert", wie es in der aktuellen Medienmitteilung (vgl. unten) heisst.

Der Einwohnerrat der Stadt Baden hat soeben die Umsetzung der "Strategie Zukunft Langmatt" beschlossen, deren Kern eine klare Verteilung der Verantwortlichkeit zwischen Stadt und Stiftung ist: Als Stifterin und Alleinerbin leistet die Stadt einen substantiellen Beitrag an die Instandsetzung (Renovation) der Immobilie, die mit CHF 17,2 Mio. (+/-25 %) beziffert ist. Als Betreiberin des Museums saniert die Stiftung nachhaltig ihre Betriebsfinanzen.

Der Einwohnerrat der Stadt Baden hat an seiner Sitzung vom 2./3. Juni 2020 folgende Beschlüsse gefasst:

  1. Der Schlussbericht "Zukunft Langmatt" wird zur Kenntnis genommen.

  2. Die auf der Grundlage des Schlussberichts Langmatt zwischen Stiftung und Stadtrat vereinbarte Rollenteilung bezüglich Instandsetzung der Liegenschaft (Stadt) sowie Betrieb und Instandhaltung (Stiftung) wie auch die Umsetzung der Variante C "Juwel für alle" wird unterstützt.

  3. Der auf der Grundlage des Schlussberichts Langmatt zwischen Stiftung und Stadtrat vereinbarte Ansatz einer AG Langmatt zur Umsetzung des Bauprojekts sowie der Instandhaltung der Immobilie Langmatt wird unterstützt.

  4. Für die Sicherstellung der baulichen Substanz der Liegenschaft Langmatt wird ein Investitionsbeitrag an bauliche Sofortmassnahmen für die Jahre 2021 - 2025 von CHF 453'500 (Kostendach, netto) genehmigt.

  5. Von den jährlich wiederkehrenden Investitionsfolgekosten von CHF 13'000 (Verzinsungen, Abschreibung über 35 Jahre) zulasten der laufenden Rechnung der Fachabteilung Kultur wird Kenntnis genommen.

https://www.baden.ch/de/stadt-behoerde/medien/amtliche-anzeigen/amtliche-anzeigen-2.html/1740/news/8517

Medienmitteilung der Stiftung Langmatt:

Baden, 4. Juni 2020

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Historische Weichenstellung für das Museum Langmatt

Wir freuen uns, dass der Einwohnerrat der Stadt Baden an seiner gestrigen Sitzung die Umsetzung der 'Strategie Zukunft Langmatt' beschlossen hat. Eine Entscheidung von historischer Tragweite, um die Zukunft des Museums Langmatt zu sichern. Die vom Stadtrat und Stiftungsrat Langmatt gemeinsam lancierte Strategie unter Leitung des renommierten Kulturunternehmers Martin Heller klärt die Finanzierung der seit Langem erforderlichen Instandsetzung des Gebäudes und beschreibt die zukünftige betriebliche und inhaltliche Ausrichtung des Museums Langmatt.

Kern der Strategie ist eine klare Verteilung der Verantwortlichkeit zwischen Stadt und Stiftung: Als Stifterin und Alleinerbin leistet die Stadt einen substantiellen Beitrag an die Instandsetzung (Renovation) der Immobilie, die mit CHF 17,2 Mio. (+/-25 %) beziffert ist. Als Betreiberin des Museums saniert die Stiftung nachhaltig ihre Betriebsfinanzen. Die Langmatt bleibt als historisches Ensemble, als Ort Badener Identität und als lebendiger Zeuge der Industrie-, Sammlungs- und Architekturgeschichte erhalten. Regional verankert, verstärkt die Langmatt zukünftig ihre internationale Ausstrahlung.

Zu den wesentlichen Neuerungen zählen die ganzjährige Museumsöffnung, eine Verbesserung des Eingangsbereichs mit Kasse, Shop und Garderobe, ein Lift zur barrierefreien Erschliessung sowie ein filigraner Pavillon für Veranstaltungen.

Zur langfristigen Sanierung des von Anfang an zu gering bemessenen Stiftungskapitals ist ein gezielter Bilderverkauf von ein bis drei Werken erforderlich, der jedoch den Kernbestand der Sammlung nicht berührt. Aus dem Erlös von rund CHF 40 Mio. generiert die Stiftung den notwendigen Kapitalertrag, um damit den Betrieb nachhaltig zu sichern. Ein zwar schmerzlicher, aber alternativloser Schritt, der die Zukunft des Museums sichert.

Als nächste Etappe folgt eine rund zweijährige Bauplanungsphase mit dem Ziel, die Kostengenauigkeit der Instandsetzung zu präzisieren. Dies ist eine zentrale Voraussetzung für die erforderliche Volksabstimmung, die für 2023 erwartet wird. Daran schliesst sich der Bilderverkauf an. Der Beginn der Instandsetzung könnte 2024 erfolgen, die Wiedereröffnung der Langmatt 2026.

Stiftungsratspräsident Lukas Breunig-Hollinger: 'Der Einwohnerrat hat die Bedeutung der Langmatt erkannt und die Weichen für die Zukunft richtig gestellt. Wir freuen uns, dass in gemeinsamer Anstrengung ein wichtiges Etappenziel erreicht ist. Gemeinsam mit der Stadt Baden wird der Stiftungsrat die Bauplanung umgehend an die Hand nehmen.'

Museumsdirektor Markus Stegmann: 'Ich bin erleichtert über den Entscheid des Einwohnerrats. Es ist nicht selbstverständlich, dass in Zeiten angespannter öffentlicher Haushalte ein klares Bekenntnis zur Kultur und zur Kulturstadt Baden geleistet wird. Ich freue mich über das Vertrauen des Einwohnerrats in die Arbeit der Langmatt und danke hierfür herzlich.'

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Kontakt:

https://www.langmatt.ch/besuch/allgemeine-informationen

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AKTUELLE AUSSTELLUNGEN

"Herzkammer - 30 Jahre Museum Langmatt"

Als sich am 21. April 1990 die Türen für das Publikum öffneten, strömte es in grosser Zahl in die Langmatt, um die herausragenden Werke des französischen Impressionismus erstmals zu sehen. Sidney und Jenny Brown haben ihre Sammlung im Wesentlichen zwischen 1908 und 1919 angelegt. Damals war die spätere Wertentwicklung bei weitem nicht absehbar, die Impressionisten selbst in der Fachwelt noch kontrovers diskutiert. Beim Publikum stiessen sie auf Ablehnung. Somit konnten Prestige oder Renditeüberlegungen keine entscheidende Rolle gespielt haben. Die Browns sammelten mit dem Herzen. Heute gilt das Museum Langmatt als eine der bedeutendsten Privatsammlungen des französischen Impressionismus in Europa.

"Sandra Senn: 
Ich stell die Wiese in die Vase"

Sandra Senn (*1973 in Baden, lebt in Baden und Berlin) entwickelt seit rund zwanzig Jahren ein vielfältiges künstlerisches Werk an der Schnittstelle von Fotografie, Malerei und Sprache. In den letzten Jahren ist sie sowohl im Ausstellungskontext als auch im Öffentlichen Raum mit Textinstallationen aufgetreten, die inhaltlich auf den Ort Bezug nehmen. Als Gastkünstlerin der Jubiläumsausstellung "Herzkammer - 30 Jahre Museum Langmatt" zeigt Sandra Senn 38 subtile Textinterventionen, die für die Räume der Langmatt, die historischen Annexgebäude und weitere Orte im Park entstanden sind.

"Magisches Venedig
: Venezianische Veduten des 18. Jahrhunderts"

In der Sammlung des Museums Langmatt befindet sich eine Serie von dreizehn venezianischen Veduten, die Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden sind. Die Identität des Künstlers ist nicht bekannt, wann und wie die Ansichten nach Baden gelangten, nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass sie in der ersten Hälfte der 1920er-Jahre in Turin erworben wurden. Erstmals sind die Bilder im Obergeschoss der Langmatt auf farbigen Wänden zu sehen, ergänzt um Archivalien und historische Fotografien. Auf diese Weise ermöglicht die Sammlungsausstellung einen frischen Blick auf die bemerkenswerte Vedutenserie und lädt zu gedanklichen Streifzügen durch die Serenissima ein.

mlb

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