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"NOMADEN AUF ZEIT – BILDER EINER FAMILIE AUS MAROKKO"

"NOMADEN AUF ZEIT – BILDER EINER FAMILIE AUS MAROKKO"

07.06.2020 Ausstellung im Historischen und Völkerkundemuseum St.Gallen (HVM), bis am 3. Januar 2021


Fotos: © Abdellah Azizi, Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, https://hvmsg.ch/dateien/ausstellungen/nomaden2020/pressebilder/index.php

In vielen Gebirgen der Erde entwickelten sich in den letzten Jahrtausenden Formen mobiler Viehzucht. Neben der Alpwirtschaft und der Wanderweidewirtschaft zählt der Nomadismus zu den bekanntesten Vertretern. Seit einigen Jahrzehnten ist er stark im Rückgang. Die neueste Ausstellung im HVM wirft einen Blick auf diese schwindende Welt.

Im Mittelpunkt der Dokumentation steht die sechsköpfige Familie mit Vater Ibrahim, Mutter Touda und den Kindern Yassin, Karima, Mohammed und Nora in Marokko. Sie sind die allerletzten Vertreter jener Aït Atta-Nomaden, die ganzjährig mit ihrer Herde, den Lasttieren und ihrem Besitz von Weideplatz zu Weideplatz ziehen. 150 Kilometer lang ist die Wanderung vom südlichen, wüstennahen Jbel Sarhro auf die reichen, nordwärts gelegenen Sommerweiden im zentralen Hohen Atlas.

Für die Archäologie ist die ethnologische Feldforschung eine hervorragende Möglichkeit, Beziehungen zwischen dem Materiellen und Immateriellen auch über weit entfernte Regionen, Zeiten und Gesellschaften hinweg in heutigen Gesellschaften zu untersuchen.

Im Zentrum dieses Forschungsprojekts steht die wissenschaftliche Dokumentation der Alltags- und Sachkultur, ja der gesamten verschwindenden, besser sich verändernden Lebenswelt der Nomadenfamilie. Damit eng verknüpft werden die vielfältigen und stets wechselnden Landschaften, in der sich die Menschen bewegen.

Initiator des ethnoarchäologischen Projekts "Arhal" und wissenschaftlicher Leiter ist der Archäologe Thomas Reitmaier. Vor Ort in Marokko waren ein neunköpfiges Forschungsteam aus der Schweiz, Österreich und Spanien sowie der marokkanische Fotograf Abdellah Azizi. Durchgeführt wurde es in mehreren Kampagnen, von 2017 bis zum Frühjahr 2020. Am Schluss begleitet das Team seine Protagonisten ein stückweit in eine ungewisse Zukunft: Die Familie verkauft die Herden und erwirbt ein kleines Bauerngut, der zweitjüngste Sohn geht nun zur Schule.

Ermöglicht haben das Vorhaben u.a. Förderungen der Schweizerisch-Liechtensteinischen Stiftung für archäologische Forschungen im Ausland und der Universität Zürich.

Das Projektteam in Marokko und bei der Vorbereitung der Ausstellung und der Publikation setzt sich zusammen aus:

Yolanda Alther, Abdellah Azizi, Abdellah Benalla, Sarah Leib, Laura Meier, Leandra Reitmaier, Thomas Reitmaier (Projektleiter), Mari Carmen Romera, Benjamin Sichert, Christoph Walser und Mirijam Zickel.

Begleitpublikation

Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen und Kantonsarchäologie St.Gallen (Hg.), Nomaden auf Zeit, 2020, erschienen im Selbstverlag, reich illustriert, erhältlich an der Museumskasse, CHF 29.00, € 29.00.

hvm

Kontakt:

https://hvmsg.ch/ausstellungen/nomaden2020.php

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aziz

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