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"SCHAU, ICH BIN BLIND, SCHAU": Von Rémy Zaugg bis John Baldessari – die Sammlung Hans und Monika Furer

"SCHAU, ICH BIN BLIND, SCHAU": Von Rémy Zaugg bis John Baldessari – die Sammlung Hans und Monika Furer

16.08.2019 Ausstellung im Kunstmuseum Basel | Neubau, vom 17. August bis am 1. Dezember 2019 - Auswahl: Hans Furer, 
Umsetzung: Team Gegenwartskunst


Bild: Rémy Zaugg, Schau, ich bin blind, schau, 1997/1998 - Foto: Julian Salinas

Das Kunstmuseum Basel erhält von Hans und Monika Furer-Brunner 24 Werke von Rémy Zaugg (1943-2005) aus ihrer Stiftung geschenkt. Die wohl wichtigste private Sammlung des Schweizer Künstlers kommt damit in die Öffentliche Kunstsammlung Basel. Ebenfalls Teil der Schenkung ist eine Fotografie von Thomas Ruff, die er inspiriert von Rémy Zauggs 48 Wahrnehmungsskizzen geschaffen hat, die zwischen 1963 und 1968 in Auseinandersetzung mit Paul Cézannes Gemälde La maison du pendu entstanden sind und die sich seit 1992 als Depositum im Kupferstichkabinett des Kunstmuseums Basel befinden.

Anlässlich der Schenkung zeigt das Kunstmuseum Basel, mit dem die Sammler seit Jahrzehnten eng verbunden sind, diese Werke im Rahmen einer auf vier Räume konzentrierten Ausstellung im Neubau. Die Präsentation vereinigt Werke aus allen Schaffensperioden Rémy Zauggs, darunter Arbeiten aus den Serien Ein Blatt Papier, Für ein Bild und Schau, ich bin blind, schau, und stellt sie in den Zusammenhang mit anderen international wichtigen Künstlern, die die Sammlung Furer prägen, wie John Baldessari, Sol LeWitt, Robert Mapplethorpe, Lawrence Weiner, Thomas Ruff und Stephan Balkenhol.

In der Gegenüberstellung der Werke entsteht so ein stimulierender Dialog. Die Ausstellung wird im ersten Obergeschoss des Neubaus gezeigt und steht in direkter Nachbarschaft zu den Werken der amerikanischen Nachkriegskunst aus der Sammlung des Kunstmuseums Basel, darunter Barnett Newmans Day Before One (1951). Durch das Bild erlebte Rémy Zaugg eine Inspiration, die für ihn alles Bisherige ins Wanken brachte und ihm half, Kunst neu zu verstehen und sich den Rest seines Lebens dem Thema der Wahrnehmung zu widmen.

Für den im französischsprachigen Schweizer Jura geborenen und in Basel und Mulhouse wohnhaften Künstler galt die Malerei stets als eine Art Grundlagenforschung für "angewandte" Projekte, ob in der Architektur, der Urbanistik oder in der Konzeption von Ausstellungen. Zaugg gilt als einer der wichtigsten Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts. Er ist in vielen nationalen und internationalen Museen und auch mit Werken im öffentlichen Raum vertreten, so im Kunsthaus Aarau, im Verwaltungsgebäude "Titanic" in Bern und beim Staatsarchiv in Basel.

Hans Furer hat gemeinsam mit seiner Frau eine bedeutende Sammlung von Werken Rémy Zauggs und anderer Künstler aufgebaut. Der Anwalt ist auch bekannt als Kulturförderer. So hat er den Ankauf der Skulptur Intersection von Richard Serra vor 25 Jahren mit initiiert und hat als Baselbieter Landrat zahlreiche kulturpolitische Projekte unterstützt.

Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Publikation im Schwabe Verlag Basel. Grundlegende Texte zu Rémy Zaugg (Eva Schmidt), ein Interview von Gerhard Mack mit Jacques Herzog & Pierre de Meuron wie auch zahlreiche Künstlertexte von Dieter Schwarz, Peter Pakesch, Simon Baur und weiteren renommierten Autoren fördern das Verständnis für die Konzeptkunst. Ein Werkverzeichnis der Sammlung rundet diese Publikation ab.

Zirka 270 Seiten, mit zahlreichen farbigen Abbildungen, 20 x 27 cm, ISBN 978-3-7965-3917-6, Preis CHF 29.-.

Kontakt:

https://kunstmuseumbasel.ch/de/ausstellungen/2019/schau-ich-bin-blind-schau

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