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"SCHLAF GUT!"

"SCHLAF GUT!"

19.11.2018 Multimediale Ausstellung im Vögele Kulturzentrum Pfäffikon (SZ), bis am 24. März 2019


Bild: Cosima von Bonin, Moritz von Oswald, The Bonin/Oswald Empire's, Nothing #04 (CVB's purple kikoy sloth rabbit on pink table & MVO's Kikoy Song), 2010, Kunsthaus Bregenz © Courtesy of the artist and Petzel Gallery NY. Foto: Rudolf Sagmeister

Die neue, multimediale Ausstellung "Schlaf gut" im Vögele Kulturzentrum nimmt sich einem Phänomen an, dem es lohnt, auf die Spur zu gehen, denn dem Schlaf widmen wir einen Grossteil unseres Lebens. Beachtung schenken wir ihm aber meist erst dann, wenn er nicht mehr reibungslos funktioniert.

Gerade in der heutigen betriebsamen Gesellschaft ist es dem Vögele Kulturzentrum wichtig, in der Ausstellung aufzuzeigen, dass Schlaf ein Bewusstseinszustand ist, auch wenn er während des Geschehens nur unbewusste oder flüchtige Spuren hinterlässt. So individuell Schlaf auch ist, so ist er doch für alle gleichermassen existentiell und für die Erholung von Körper und Geist notwendig. Er ist abhängig von einem erfüllten Wachsein und nur mit Hingabe und Absichtslosigkeit erreichbar. Deshalb betont die Ausstellung die enorme Bedeutung der Selbstverständlichkeit des Schlafs, zeigt aktuelle Diskussionen der Schlaf-Wissenschaft, thematisiert die Mythen sowie die immer noch bestehenden Rätsel rund um den Schlaf.

Die Ausstellung ist in sieben Bereiche gegliedert und beginnt mit einer Einführung in das Phänomen Schlaf. Die darauffolgenden Bereiche vertiefen verschiedene Aspekte des Schlafs:

Im Rhythmus von Schlafen und Wachsein präsentiert Erkenntnisse aus der Schlafforschung und thematisiert Zusammenhänge zwischen dem menschlichen Biorhythmus und Umwelteinflüssen. Die BesucherInnen werden auf die Wirkung, welche die innere Uhr auf das Wohlbefinden ausübt, hingewiesen und können ihren eigenen Schlaf-Wach-Rhythmus besser einschätzen lernen.

Gerät die innere Uhr aus dem Takt, bauen sich Schlafdefizite auf und führen zu einer übermüdeten Gesellschaft. Auf diesen Aspekt geht das Kapitel 24/7 oder vom Schwinden einer Selbstverständlichkeit ein. Durch die Elektrifizierung, neue Medien und Technik haben wir unzählige Möglichkeiten, uns wach zu halten. Die Ausstellung bespricht Fragen wie Verlieren wir zunehmend die Fähigkeit, vom Wachsein wirklich loszulassen? Ist Schlaf eine schwindende Selbstverständlichkeit? Und welche Auswirkungen hat dies auf unsere Gesundheit?

Wer sind wir im Schlaf? weist auf die nach wie vor rätselhafte Seite unseres Lebens. Denn obwohl der Schlaf ein Grossteil unseres Lebens einnimmt, Körper und Geist während dieser Phase hochaktiv sind, erinnern wir uns mit dem Aufwachen kaum an diese Stunden - wir sind uns im Schlaf weitgehend unbekannt.

In den letzten Jahren ist der Schlaf vermehrt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Immer mehr Menschen erkennen den Wert des Schlafes für Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Doch statt sich dem Schlaf hinzugeben und ihm mehr Platz einzuräumen, versuchen wir, ihn zu optimieren. Apps und Gadgets beschäftigen sich mit der Verbesserung des Schlafs, wobei es vor allem darum geht, die Schlafqualität zu verbessern und die Effizienz zu steigern und weniger darum, genügend zu schlafen. Diesen Überlegungen wird im Kapitel Effizienzsteigerung oder Wendezeit? nachgegangen.

Die Ausstellung widmet sich schliesslich in zwei Exkursen dem Traum und dem Tod. Wenn der Mensch schläft, träumt er. In Träumen gehört dazu - die Erinnerung daran nicht unbedingt wird die Bedeutung des Traums für den Menschen erläutert. In der westlichen Kultur wird der Tod seit jeher mit dem Schlaf in Verbindung gebracht und als "der ewige Schlaf" umschrieben. Tod und Schlaf beschreiben Bewusstseinszustände, die als rätselhaft und beängstigend erlebt werden. Auf diese Analogie spielt die Ausstellung im Kapitel Der Schlaf ist das Bild des Todes an.

In der Ausstellung "Schlaf gut" geht es nicht darum, den Schlaf vollumfänglich oder gar erschöpfend darzustellen. Sie will vielmehr Akzente setzen, wissenschaftliche Erkenntnisse für die BesucherInnen übersetzen, Fragen diskutieren und eine sinnlich-poetische Auseinandersetzung mit dem Schlaf ermöglichen.

Die Szenografie der Ausstellung

Auf der Schwelle des Schlafes stellen sich Fragen, die das wache Leben nicht kennt. Der Übergang vom Wachzustand in den Schlaf ebenso wie jener vom Schlafen zum Wachen ist trotz aller Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung ein geheimnisvoller Übertritt zwischen Bewusstem und Unbewusstem geblieben. An diesen Punkten knüpft die Szenografie an.

Das Szenografiebüro raumprodukt hat die Idee umgesetzt. Sie kreieren eine schwarze textile Struktur, die den Raum in rhythmischen Wellen durchbricht. Die BesucherInnen werden durch den Raum im Raum subtil an die verschiedenen Aspekte des Themas herangeführt. Aufgrund der bogenförmigen Fassung des Textils und dessen Verspannung entstehen kokonartige Nischen, die die verschiedenen Exponate bergen und umhüllen. Das leicht transparente Gewebe verschleiert geheimnisvoll den Blick auf die dahinter zu entdeckenden Exponate.

Diese Kunstschaffenden sind mit Werken in der Ausstellung vertreten

Susan Aldworth, Stefan Banz, Cosima von Bonin, Sophie Calle, Stefan Draschan, Christoph Eberle, Manja Ebert, Ulrich Eller, Shilpa Gupta, Johannes Hüppi, San Keller, Jochen Kuhn, Muda Mathis + Sus Zwick, Susan Morris, Jos Näpflin, Virgile Novarina, Ralf Peters, Marja Pirilä, Paul Maria Schneggenburger, Niels Tofahrn

vkz

Kontakt:

https://www.voegelekultur.ch/  

#VögeleKulturZentrum #Pfäffikon #SchlafGut #CHcultura @CHcultura

 

 

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