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"STADT, LAND, FLUSS – RÖMER AM BODENSEE"

"STADT, LAND, FLUSS – RÖMER AM BODENSEE"

03.12.2017 Das Museum für Archäologie Thurgau in Frauenfeld zeigt bis am 18. Februar 2018 eine gemeinsam mit dem Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg, der Kreisarchäologie Konstanz, dem vorarlberg museum, der Archäologie Liechtenstein und dem Historischen Museum St.Gallen konzipierte Ausstellung über die römische Kaiserzeit am Bodensee.


Bild: Degustation kulinarischer Häppchen aus der Römerzeit - Foto: AATG, S. Landis.

Der Bodenseeraum war während der römischen Kaiserzeit dicht besiedelt. Grossflächig und modern ausgegrabene Fundplätze mit aussagekräftigen Funden und Befunden in Bregenz, Eschenz sowie in vielen Gutshöfen rund um den Bodensee liefern detaillierte Informationen aus dieser Epoche.

Um 15 v.Chr. eroberten römische Truppen die Bodenseeregion. Unter dem Schutz der Legion in Vindonissa (Windisch) entstanden grössere und kleinere Siedlungen. Bregenz wurde zu einer römischen Stadt mit Tempelbezirk, öffentlichen Bauten sowie Wohnquartieren ausgebaut. In Eschenz errichtete man gleichzeitig eine Strassensiedlung mit Brücke über den Rhein. Den Bewohnerinnen und Bewohnern standen dort u.a. ein öffentliches Bad, Tabernen mit importierten Rotweinen sowie zahlreiche Geschäfte wie Drechslereien, Töpfereien, Schmieden oder Schusterwerkstätten zur Verfügung.

Das fruchtbare Umland wurde von über 120 Gutshöfen bewirtschaftet. Ein dichtes Netz von Verkehrswegen zu Wasser und an Land verband die einzelnen Siedlungen. Erstmals wurden Gebäude mit vermörtelten, teilweise bemalten Steinmauern und mit Ziegeldächern gedeckt gebaut, Wasserleitungen, Mosaike sowie Bodenheizungen verlegt. Funde von Latrinen bezeugen einen gehobenen Wohnstandard.

Nahrungsmittel und Luxusgüter wie Wein, Austern, Granatäpfel, Feigen, Olivenöl, Fischsauce, Gewürze, reich verziertes Geschirr, Glasgefässe usw. importierte man über teilweise enorme Distanzen. Diese Waren und Dienstleistungen waren teuer. Bezahlt wurde mit Münzen, auf denen die jeweils regierenden Kaiser - oder die first lady - mit ihrem Portrait abgebildet waren.

Innert kürzester Zeit übernahm die einheimische keltische Bevölkerung den roman way of life. Sogar die eigene Götterwelt erweiterte und ergänzte man mit Jupiter, Merkur, Venus oder Minerva.

Auch die Friedhöfe mit den Verstorbenen und deren Grabbeigaben liefern Hinweise auf das damalige Leben. Bestattungssitten, Gesundheitszustand und Gesellschaft können so beispielsweise rekonstruiert werden.

Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Katalog, den man im Museumsshop oder unter

www.archaeologie.tg.ch

beziehen kann.

aatg

Kontakt:

https://archaeologisches-museum.tg.ch/museum-fuer-archaeologie/aktuelle-ausstellungen.html/6152

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