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"WELTUNTERGANG – ENDE OHNE ENDE"

"WELTUNTERGANG – ENDE OHNE ENDE"

09.11.2017 Die Ausstellung "Weltuntergang – Ende ohne Ende" ist für das Naturhistorische Museum Bern in vielerlei Hinsicht ein Aufbruch: Sie führt Kultur- mit Naturwissenschaften zusammen, und sie bezieht gezielt künstlerische Arbeiten ein. Zudem bespielt die Institution der Burgergemeinde Bern damit erstmals neue Räumlichkeiten. "Weltuntergang" führt die Besucherinnen und Besucher durch ein Wechselbad: Die Vorstellung vom Untergang verängstigt und fasziniert gleichzeitig. Katastrophen zerstören Welten, sie fördern aber immer auch die Kraft des Lebens zu Tage. Die Schau entstand in Zusammenarbeit mit dem Ausstellungsmacher Martin Heller und seinem Team von Heller Enterprises.


Nährboden für unsere Ängste

Der Weltuntergang - das ist kein klassisches Ausstellungsthema für ein Naturmuseum. Schliesslich handelt es sich um kein naturwissenschaftliches Phänomen, viel eher um eine menschliche Erfindung.

Klar, die Natur ist für den Menschen eine Gefahr - bis heute sind wir den unbändigen Kräften von Stürmen oder Vulkanen ausgeliefert. Naturkatastrophen liefern seit jeher einen Nährboden für unsere Ängste.

Doch am meisten fürchten sollte sich der Mensch wahrscheinlich vor sich selber. Dass sich die Menschheit aus eigenem Verschulden auslöscht, darüber fantasiert sie schon länger. Konkreter wurde dieses Szenario am 6. August 1945, 8.15 Uhr Ortszeit, als die erste Atombombe über Hiroshima gezündet wurde. Für eine erschreckend hohe Zahl der Tierarten auf der Erde wiederum bedeutete bereits das Erscheinen des Homo sapiens den Untergang.

Findet gegenwärtig das sechste Massenaussterben statt, ausgelöst vom Einfluss des Menschen? Unbestritten ist, dass die Artenvielfalt auf der Erde rasant abnimmt - ein Untergang, der sich tagtäglich abspielt, still und oft unbemerkt.

Aufbruch mit einer neuen Strategie: Natur und Kultur

Die Ausstellung «Weltuntergang - Ende ohne Ende» im Naturhistorischen Museum Bern (geplante Dauer: fünf Jahre) greift ein uraltes Thema auf, das jedoch brandaktuell ist. Die Schau versammelt naturwissenschaftliche, gesellschaftliche und künstlerische Blicke auf die unendliche Geschichte des Endes.

Bilder, Funde und Erzählungen aus Wissenschaft, Kultur und Kunst stehen nebeneinander und fordern sich gegenseitig heraus. Das so erzeugte Wechselbad konfrontiert die Besucherinnen und Besucher mit eigenen Vorstellungen und Erfahrungen. Wer sich hier treiben lässt, mag sich zwischen Menschenleben und Universum, Bestätigung und Verunsicherung verlieren.

Dabei erhebt die Ausstellung keinen Mahnfinger und verbreitet keine Grabesstimmung. Viel eher zeigen sich die Gegensätze auch in den Stimmungen, welche die Ausstellung freisetzt: Ängste erzeugen auch Mut. Und Katastrophen fördern stets auch die Kraft des Lebens zutage.

Für das Naturhistorische Museum Bern bedeutet die Ausstellung einen Aufbruch. In seiner Strategie will das Haus zukünftig mehr auf temporäre Ausstellungen setzen. Dafür fehlte bislang ein geeignet grosser Raum. Neu kann die Institution der Burgergemeinde Bern zwei Etagen im 1998 eröffneten Anbau mit Ausstellungen bespielen, die bisher fremdvermietet waren. Im dritten Stock macht «Weltuntergang» auf über 600 Quadratmetern den Anfang; die zweite, gleich grosse Etage soll 2019 eröffnet werden. «Weltuntergang - Ende ohne Ende» steht aber auch für die seit jüngerer Zeit verfolgten Ausrichtung, Natur und Kultur zu verbinden.

Heller Enterprises und Holzer Kobler als Partner

Entwickelt wurde «Weltuntergang» gemeinsam mit Heller Enterprises, Zürich, dem Unternehmen des Ausstellungsmachers und ehemaligen künstlerischen Direktors der expo.02, Martin Heller. Nach der Schweizerischen Landesausstellung zeichnete Heller unter anderem verantwortlich für die Intendanz von Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas; im kommenden Jahr realisiert er zusammen mit Holzer Kobler Architekturen, Zürich, einem international tätigen Büro für Architektur, Ausstellungen und Design, eine Dauerausstellung zur Stadt Zürich im Schweizerischen Landesmuseum. Die eigenwillig prägnante Szenografie von «Weltuntergang» stammt ebenfalls von Holzer Kobler Architekturen.

nmb

Kontakt:

http://www.nmbe.ch/entdecken/ausstellungen/sonderausstellung/weltuntergang-ende-ohne-ende#ausstellung

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