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IFPI: "SCHWEIZER MUSIKMARKT ERSTMALS SEIT DEM JAHR 2000 WIEDER IM PLUS"

IFPI: "SCHWEIZER MUSIKMARKT ERSTMALS SEIT DEM JAHR 2000 WIEDER IM PLUS"

17.03.2017 Die knapp 40 in IFPI Schweiz zusammengeschlossenen Musiklabels haben 2016 einen Gesamtumsatz von CHF 84.6 Mio. erzielt, 1% mehr als im Vorjahr. Damit blieben die Umsatzzahlen erstmals seit dem Jahr 2000 wieder stabil. "Diese Entwicklung ist möglich geworden, weil im Berichtsjahr das Download-Geschäft vom Streaming als Wachstumstreiber abgelöst wurde, wodurch das Digitalsegment als Ganzes das Geschäft mit herkömmlichen CDs endgültig überflügelt hat", wie IFPI Schweiz heute in einer Medienmitteilung schreibt.


Digitalmarkt: Streaming überflügelt den Download

Das Digitalgeschäft legte 2016 gegenüber dem Vorjahr um 11% auf CHF 44,6 Mio. zu. Wachstumstreiber war hier das Streaming-Segment, welches mit CHF 23 Mio. (+50%) erstmals mehr Umsatz generierte als das rückläufige Download-Segment (CHF 21.7 Mio., -12%). Durch diese Entwicklung trägt Streaming bereits 27% zum Gesamtmarkt bei, das Download-Geschäft noch 26%.

Physische Tonträger: CD führt Rückgang fort, Vinyl wie zuletzt 1991

Der Umsatz aus dem Verkauf von CDs und anderen physischen Tonträgern ist auch 2016 um 9% gesunken und trug noch CHF 40 Mio. zum Gesamtumsatz bei (entsprechend 47% des Gesamtmarktes). Dieser Umsatzrückgang war zu erwarten und entspricht dem allgemeinen Trend der Ablösung der CD durch den Musikkonsum im Internet. Dennoch wird die CD auf absehbare Zeit für den Musikmarkt wichtig bleiben, wie IFPI Schweiz schreibt.

Das seit einigen Jahren andauernde Vinyl-Revival widerspiegelt sich im Umsatzanstieg bei Langspielplatten um 50% auf CHF 3,7 Mio., entsprechend 4,4% des Gesamtmarktes. Ein höherer Umsatz wurde mit Vinyl letztmals 1991 erzielt.

Als Folge der gegenläufigen Umsatzentwicklungen verzeichnete der Digitalmarkt 2016 erstmals mehr Umsatz als der physische Markt und trug 53% zum Gesamtmarkt bei.

Fazit: "Dem Streaming gehört die Zukunft"

Ivo Sacchi, Präsident IFPI Schweiz und Managing Director Universal Music Switzerland kommentiert: "Die Jahreszahlen 2016 sind in dreierlei Hinsicht bemerkenswert: Erstens dürfen wir zum ersten Mal seit 2000 wieder eine schwarze Null verzeichnen, zweitens hat das Digitalsegment nun endgültig das physische Geschäft überflügelt und drittens hat im digitalen Geschäft das Streaming den Download abgelöst - und das in nur fünf Jahren."

Lorenz Haas, Geschäftsführer von IFPI Schweiz, ergänzt: "Streaming ist der klare Wachstumstreiber der Branche geworden und sorgt dafür, dass wir wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken können. Wichtig ist jetzt die Chancengleichheit: Schweizer Produzenten und Künstler brauchen von den Streaminganbietern faire Vermarktungsmöglichkeiten, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können."

Haas hatte in der Vergangenheit wiederholt kritisiert, dass Künstler aus kleineren Märkten wie der Schweiz von manchen Streaminganbietern diskriminiert werden, weil sie in deren offiziellen Playlists kaum auffindbar sind.

pd

Kontakt:

IFPI Schweiz


Berninastrasse 53, 
CH-8057 Zürich, 
Tel.: +41 43 343 93 30, 
E-Mail: info@ifpi.ch

https://www.ifpi.ch/

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Mehr:

Streaming verleiht Schweizer Musikmarkt wieder Schwung

http://www.swissinfo.ch/ger/streaming-verleiht-schweizer-musikmarkt-wieder-schwung/43038674

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