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"HÖRPUNKT" ZUM THEMA "STREIK"

"HÖRPUNKT" ZUM THEMA "STREIK"

02.10.2018 Radio SRF 2 Kultur, ab 9.03 Uhr ganzer Tag / mit Wiederholungen


Symbolbild © www.ch-cultura.ch

Der klassische Arbeitskampf ist in der Schweiz selten. In den Streik treten vor allem Individuen: Sie verweigern sich, etwa der Schule oder anderen Autoritäten. Der «HörPunkt» beleuchtet die Produktivität dieses Neins. Was lässt sich damit erreichen? Wer profitiert davon, wenn manche störrisch sind? Bernard Senn moderiert die Sendung.

  • 09.03 Uhr: Ein jugendlicher Verweigerer

Yannick ist heute 32 und Doktorand der Ethnologie, wo er dem Phänomen der «Musse» nachgeht. Seine Schulzeit hat er als ständigen Kampf erlebt: gegen vermeintliche Autoritäten, gegen formale Vorgaben und gegen Lehrer, die keine Antwort darauf haben, warum es Wirtschaftswachstum braucht. Bald verweigert sich Yannick dem Gymnasium, tritt in den «inneren Streik» und hat dabei etwas Zentrales gelernt: Widerstand ist nötig.

  • 10.03 Uhr: Wenn die Räder der Bahn stillstehen

Katell Pichon, 45, arbeitet seit 21 Jahren bei der französischen Bahn. Im Schichtdienst, rund um die Uhr, macht sie Lautsprecherdurchsagen für den Regionalverkehr der SNCF. Arnaud Pommiès, 47, Eisenbahner seit 19 Jahren, stellt Weichen in der Pariser Vorstadt Juvisy. Beide haben diesen Frühsommer gestreikt, um gegen Massnahmen der Regierung Macron zu protestieren. Im Studio diskutieren Vania Alleva von der Unia und Marco Salvi von der Avenir Suisse.

  • 11.03 Uhr: Der Landesstreik von 1918

Albert Gassmann, 63, spielt mit «1918.ch» zum ersten Mal in einem Theaterstück mit. Dort spielt er unter anderen den Eisenbahner Theiler. Dieser konnte nicht anders, als zu streiken. Zu gross war die Not, zu klein der Lohn für harte Arbeit. Das Aktionskomitee koordinierte damals den Landesstreik von Olten aus - dort, wo heute das Ensemble probt. Im Studio diskutieren Vania Alleva von der Unia, Marco Salvi von der Avenir Suisse und der Krimiautor Hansjörg Schneider.

  • 12.03 Uhr: Gender, Rückschau und Ausblick

Die Genderforscherin Franziska Schutzbach stellt grundsätzliche Überlegungen an zur emanzipatorischen Qualität des Streikens. Zudem greift Raphael Zehnder, Produzent dieses «HörPunkts», die bisherigen «HörPunkt»-Themen nochmals auf und blickt voraus auf zwei weitere Themen.

  • 13.00 Uhr: Wenn Frauen streiken

Inés Mateos ist Expertin für Bildungs- und Diversitätsfragen. Am Frauenstreik im Jahr 1991 ist sie 22 und glücklich darüber, dass die Frauen in der Schweiz sich auflehnen. Den Frauenstreiktag erlebt sie als euphorisierend. Seither fordert sie: «Wir brauchen einen Streik der Migrantinnen und Migranten.» Im Studio zu Gast ist die Historikerin Elisabeth Joris.

  • 14.00 Uhr: Das mächtige Nein des Kleinkindes

Kinder lernen früh, Nein zu sagen. Was Eltern bisweilen auf die Palme bringen kann, lobt Fabian Grolimund in den höchsten Tönen. Der Psychologe, Vater und Ko-Leiter der Akademie für Lerncoaching weiss, wie wichtig dieser Entwicklungsschritt für Kinder ist. Denn mit dem Nein entdecken Kinder ihren eigenen Willen. Im Studio zu Gast sind die Historikerin Elisabeth Joris und Heidi Simoni, Leiterin des Marie Meierhofer Instituts für das Kind.

srf

Kontakt:

https://www.srf.ch/sendungen/hoerpunkt/sendungsportraet

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