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DER SCHWEIZER GRAND PRIX LITERATUR 2018 GEHT AN DIE TESSINERIN ANNA FELDER

DER SCHWEIZER GRAND PRIX LITERATUR 2018 GEHT AN DIE TESSINERIN ANNA FELDER

19.01.2018 Der Schweizer Grand Prix Literatur 2018 geht an die Tessinerin Anna Felder "für die Originalität ihres Gesamtwerks mit seinem subtilen Stil, geprägt von Menschlichkeit und Humor". Den Spezialpreis Übersetzung erhält die deutschsprachige Autorin und Übersetzerin Yla Margrit von Dach. Neben diesen beiden Auszeichnungen für Gesamtwerke werden zusätzlich die Schweizer Literaturpreise für im vergangenen Jahr erschienene literarische Werke vergeben. Die Preisverleihung mit einer Ansprache des Bundeskanzlers Walter Thurnherr findet am 15. Februar 2018 in der Nationalbibliothek in Bern statt.


Bild: Anna Felder - Foto: © Ladina Bischof

Schweizer Grand Prix Literatur 2018 an Anna Felder

Anna Felder wurde 1937 in Lugano geboren. Sie hat in Zürich und Paris studiert und mit einer Arbeit zu Eugenio Montale promoviert. Heute lebt sie in Aarau und im Tessin.

Von ihrem ersten, 1970 erschienenen Roman Quasi Heimweh bis zu den 2017 veröffentlichten Kurzgeschichten des Bandes Liquida schuf Anna Felder ein Werk, "das durch seine Poesie und Musikalität, seinen feinen Humor und seinen genauen Blick auf die Menschen und die Natur besticht", wie es in der BAK-Medienmitteilung heisst. Ihre Themen seien unspektakulär: "Es geht um Beziehungen zwischen Menschen, aber auch um Dinge und Orte des täglichen Lebens. In subtilem Wechsel zwischen direkter und indirekter Rede, Dialog und Erzählung präsentieren sich ihre Texte mit zauberhafter Leichtigkeit und Virtuosität."

Spezialpreis Übersetzung 2018 an Yla Margrit von Dach

Die Literaturübersetzerin und Autorin Yla Margrit von Dach wurde 1946 geboren und lebt in Biel und Paris. Ihre mehrfach ausgezeichneten Übersetzungen haben zur Bekanntheit französischsprachiger Autorinnen und Autoren - insbesondere aus der Romandie - im deutschsprachigen Raum beigetragen. Dazu gehören Nicolas Bouvier, Catherine Safonoff, Marius Popescu und Michel Layaz. Mit ihren Übersetzungen und den Workshops, die sie in der Schweiz und im Ausland durchgeführt hat, trägt sie zur Anerkennung der Literaturübersetzung als eigenständige Kunstform bei.

yla m von dach

Yla Margrit von Dach - Foto: © Ladina Bischof

Schweizer Literaturpreise 2018

Die Eidgenössische Jury für Literatur hat folgende Preisträgerinnen und Preisträger für ihre 2017 erschienenen Werke ausgezeichnet:

  • Fabiano Alborghetti, Rancate, Maiser, Marcos y Marcos
  • Dumenic Andry, Zuoz, Sablun, Chasa Editura Rumantscha
  • Michael Fehr, Bern, Glanz und Schatten, Der gesunde Menschenversand
  • Baptiste Gaillard, Lausanne, Un domaine des corpuscules, Hippocampe Editions
  • Yael Inokai, Berlin, Mahlstrom, Edition Blau bei Rotpunktverlag
  • Friederike Kretzen, Basel, Schule der Indienfahrer, Stroemfeld Verlag
  • Jérôme Meizoz, Lausanne, Faire le garçon, Editions Zoé

Das Bundesamt für Kultur (BAK) vergibt jedes Jahr die Schweizer Literaturpreise. Der Schweizer Grand Prix Literatur zeichnet das Gesamtwerk einer Autorin oder eines Autors aus. Der Spezialpreis Übersetzung wird im Wechsel mit dem Spezialpreis Vermittlung alle zwei Jahre vergeben. Zusätzlich zu diesen mit je 40'000 Franken dotierten Auszeichnungen werden jährlich Preise für im vergangenen Jahr erschienene Einzelwerke ausgeschrieben. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten je 25'000 Franken und werden durch spezifische Förderungsmassnahmen unterstützt, die ihre Werke auf nationaler Ebene bekannt machen sollen. Insbesondere werden in der ganzen Schweiz Lesungen organisiert, die es den Autorinnen und Autoren ermöglichen, ihr Publikum über die Sprachgrenzen hinaus zu erweitern.

bak

Verleihung der Schweizer Literaturpreise:

Donnerstag, 15. Februar 2018, um 18.00 Uhr in der Nationalbibliothek in Bern

Mehr / Kontakt:

www.literaturpreise.ch

Fabio Alborghetti

Fabiano Alborghetti - Foto: © Ladina Bischof

Dumenic Andry

Dumenic Andry - Foto: © Ladina Bischof

Michael Fehr

Michael Fehr - Foto: © Ladina Bischof

Baptiste Gaillard

Baptiste Gaillard - Foto: © Ladina Bischof

Yael Inokai

Yael Inokai - Foto: © Ladina Bischof

Friederike Kretzen

Friederike Kretzen - Foto: © Ladina Bischof

jerome meizoz

Jérôme Meizoz - Foto: © Ladina Bischof

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Mehr:

Preispolitik: Das Bundesamt für Kultur reagiert auf Kritik

Das Bundesamt für Kultur zeichnet die Tessinerin Anna Felder mit dem «Grand Prix Literatur» aus - und reagiert auf Kritik an seiner Preispolitik. Das Grundproblem ist aber nicht gelöst.

Irene Grüter

https://www.srf.ch/kultur/literatur/schweizer-literaturpreise-preispolitik-das-bundesamt-fuer-kultur-reagiert-auf-kritik

Grand Prix Literatur geht erneut ins Tessin

https://www.derbund.ch/kultur/kino/grand-prix-literatur-geht-erneut-ins-tessin/story/24955381

Die in Aarau lebende Tessiner Schriftstellerin Anna Felder wird mit der bedeutendsten eidgenössischen Literaturauszeichnung für ihr Lebenswerk geehrt.

Roman Bucheli

https://www.nzz.ch/feuilleton/anna-felder-erhaelt-den-schweizer-grand-prix-literatur-ld.1348496?reduced=true

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