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JULIA KOHLI ERHÄLT DEN STUDER/GANZ-PREIS 2018

JULIA KOHLI ERHÄLT DEN STUDER/GANZ-PREIS 2018

02.10.2018 Bereits zum siebten Mal wurde im Frühjahr 2018 der Studer/Ganz-Preis für das beste unveröffentlichte deutschsprachige Prosamanuskript ausgeschrieben. Bis zum 30. Juni 2018 trafen bei der Studer/Ganz-Stiftung 34 Prosamanuskripte ein (2014: 26, 2016: 29), die anonymisiert an eine siebenköpfige Jury gingen. Diese Jury hat an ihrer Sitzung Ende September 2018 beschlossen, das Manuskript "Böse Delphine" (Arbeitstitel) von Julia Kohli (Bild) mit dem diesjährigen Studer/Ganz-Preis auszuzeichnen. Mit dem Preis verbunden ist eine Publikation im Lenos Verlag.


Foto: https://www.edito.ch/storytelling-rettet-%C2%ADden-journalismus-nicht/

Julia Kohli wurde 1978 in Winterthur geboren. Nach einer Buchhändlerinnenlehre studierte sie Wissenschaftliche Illustratorin an der Kunsthochschule, danach folgte ein Studium der Anglistik und osteuropäischen Geschichte an der Universität Zürich. Sie arbeitet als Illustratorin und Online-Produzentin und bereitet sich auf den Master in Kulturpublizistik an der ZHdK vor.

Der Roman überzeugt die Jury "mit seiner Sprache und seinem Setting: Ich-Erzählerin ist die dreissigjährige Halina, die nach dem Konkurs der Buchhandlung, in der sie arbeitete, einen Aushilfsjob im Flughafenkiosk annimmt, um ihr Geschichtsstudium zu finanzieren. Sie berichtet aus ihrem Arbeitsalltag im Transitbereich, von Schikanen durch Vorgesetzte und Solidarität unter Angestellten, von Begegnungen mit Kunden und Zufallsbekannten. Nach der Arbeit pendelt sie in den Zürcher Kreis 4, trifft den Archäologie-Studenten Elias oder ihre Künstlerfreundin Nada, besucht Konzerte, Partys und Vernissagen - doch sie fühlt sich nirgends ganz zugehörig. Liegt es daran, dass ihre Familie in die Schweiz eingewandert ist? Satirisch, humorvoll und schonungslos sich selbst wie anderen gegenüber erfasst die junge Frau Situationen und Beziehungen."

Julia Kohli erzähle nüchtern, sachlich und genau, schreibt die Jury. Sie verzichte auf psychologische Erklärungen und schaffe ohne jedes Pathos das Bild einer Generation zwischen Coolness und Verlorenheit, zwischen Ironie und Intimität.

Seit 2006 schreibt die Studer/Ganz-Stiftung alle zwei Jahre den gleichnamigen Debütpreis aus. Frühere Preisträgerinnen und Preisträger waren: Simona Ryser (2006), Roman Graf (2008), Maja Peter (2010), Henriette Vásárhelyi (2012), Barbara Schibli (2016). 2014 wurde auf eine Auszeichnung verzichtet.

Die öffentliche Preisverleihung findet am 14. November 2018, 19.00 Uhr, im lit.z Literaturhaus Zentralschweiz (Alter Postplatz 3 / Rosenburg, 6370 Stans, www.lit-z.ch) statt. Die Laudatio hält Ruth Gantert, Julia Kohli liest aus ihrem Manuskript.

cp

Kontakt:

https://www.studerganzstiftung.ch/index.php?id=10

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