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SCHWEIZER BUCHPREIS 2019: DIE FÜNF NOMINIERTEN STEHEN FEST

SCHWEIZER BUCHPREIS 2019: DIE FÜNF NOMINIERTEN STEHEN FEST

17.09.2019 Sibylle Berg, Simone Lappert, Tabea Steiner, Alain Claude Sulzer und Ivna Žic sind auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises 2019. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 42'000 Franken dotiert. Der oder die PreisträgerIn erhält 30'000 Franken; die vier anderen Finalistinnen und Finalisten erhalten jeweils 3'000 Franken. Die öffentliche Preisverleihung findet am Sonntag, 10. November 2019, um 11 Uhr im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals BuchBasel im Theater Basel statt.


Bild: © https://www.facebook.com/SchweizerBuchpreis/photos/pb.1777106039232681.-2207520000.1568753597./2436539063289372/?type=3&theater

Die Nominierten

  • Sibylle Berg: «GRM. Brainfuck» (Kiepenheuer & Witsch Verlag)
  • Simone Lappert: «Der Sprung» (Diogenes Verlag)

  • Tabea Steiner: «Balg» (Edition Bücherlese)
  • Alain Claude Sulzer: «Unhaltbare Zustände» (Galiani Verlag)
  • Ivna Žic: «Die Nachkommende» (Matthes & Seitz Verlag)

Die Begründung der Jury

Für den Schweizer Buchpreis 2019 hat die Jury über 70 Titel aus 45 Verlagen geprüft. Der Jurysprecher Manfred Papst sagt zur Wahl: «Die Bandbreite an Themen und Herangehensweisen war gross, und es gab viele interessante junge Stimmen.»

Und: «Die Jury hat sich für fünf eigenwillige und überraschende Texte entschieden»:

In ihrem Roman «GRM» treibt Sibylle Berg den entfesselten Neoliberalismus auf die Spitze und attackiert eine moralisch verkommene Zwei-Klassen-Gesellschaft mit ihrer eigenen entfesselten Fantasie. Dieser Entwicklungsroman ist eine Mind Bomb von emotionaler Wucht.

Im vielschichtigen Roman «Der Sprung» zeigt die Autorin Simone Lappert in einem raffiniert konstruierten Geschichtenmosaik, wie ein einziger dramatischer Moment auf verschiedene Einzelschicksale einwirkt.

Der Traum vom Familienidyll auf dem Land erweist sich in Tabea Steiners Debütroman «Balg» als trügerisch. Der Alltag mit Kind ist für Antonia und Chris anstrengender als erwartet, zur Isolation und Überforderung gesellt sich eine zunehmende Entfremdung. Diese Entwicklung zeichnet Tabea Steiner in einer einfachen, lakonischen Sprache mit glasklaren Bildern nach.

Alain Claude Sulzer erzählt in seinem Roman «Unhaltbare Zustände» die Geschichte eines gewissenhaften alternden Angestellten. Der Autor schildert in einer Sprache, die sich und uns Zeit lässt, eine so vielschichtige wie anrührende Figur.

Ein Zug zwischen Paris und Zagreb, eine junge Frau zwischen den Ländern und Sprachen ihres Lebens: «Die Nachkommende» von Ivna Žic ist ein Debüt von grossem Sprachbewusstsein und sinnlicher Intensität.

Die Termine

Die öffentliche Preisverleihung findet am Sonntag, 10. November 2019, 11 Uhr, im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals BuchBasel, im Theater Basel statt (Eintritt frei).
Die nominierten Autorinnen und Autoren werden ihre Bücher zuvor auf einer Lesetour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz präsentieren:

  • 20. Oktober 2019, FRANKFURT, Frankfurter Buchmesse, bei arte und «Das blaue Sofa»
  • 22. Oktober 2019, MÜNCHEN, Buchhandlung Lehmkuhl

  • 25. Oktober 2019, ZÜRICH, Literaturhaus Zürich

  • 31. Oktober 2019, BERN, «Nacht der B-Lesen», Aula des Progr
  • 3. November 2019, HAMBURG, Literaturhaus Hamburg

  • 4. November 2019, BERLIN, Literarisches Colloquium Berlin

  • 7. November 2019, WIEN, «BuchWien» und Residenz der Schweizer Botschaft
  • 9. November 2019, BASEL, Literaturfestival BuchBasel, Einzellesungen

Die Jury 2019

Die fünfköpfige Jury hat aus den insgesamt 71 eingereichten Titeln eine Nominationsliste mit fünf Werken zusammengestellt. Aus dieser Nominationsliste bestimmt die Jury die Preisträgerin oder den Preisträger des Schweizer Buchpreises 2019. Die Entscheidung wird von der Jury schriftlich begründet. Die Mitglieder der Jury sind in ihrer Entscheidungsfindung unabhängig.

Die Mitglieder der Jury des Schweizer Buchpreises 2019 sind:

  • 
Daniel Graf (Kulturredakteur "Republik", NEU)

  • Manfred Papst (Kulturredakteur "NZZ am Sonntag" und Jury-Sprecher)
  • Christine Richard (freie Kritikerin)
  • Monika Steiner (Buchhändlerin Münstergass Bern, NEU)

  • Susanne Sturzenegger (Freie Mitarbeiterin Literaturredaktion SRF)

sbp

Kontakt:

https://schweizerbuchpreis.ch/nominierte/

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