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ANKAUFSETAT KUNSTMUSEUM LUZERN 2021: CORONA-BEDINGT NICHT AUSGEGEBENES GELD KOMMT DER KUNST ZUGUTE

ANKAUFSETAT KUNSTMUSEUM LUZERN 2021: CORONA-BEDINGT NICHT AUSGEGEBENES GELD KOMMT DER KUNST ZUGUTE

10.03.2021 Mehr Geld in der Kasse trotz Krise? Anders als man annehmen könnte, befindet sich das Kunstmuseum Luzern – auch mit ausbleibendem Publikum und laufenden Fixkosten – nicht in finanzieller Schieflage. Im Gegenteil, denn durch die zahlreichen abgesagten Veranstaltungen und die verschobenen Ausstellungen im letzten Jahr konnten viele budgetierte Posten nicht ausgegeben werden. Es stellte sich die Frage, was mit dem so eingesparten Geld angestellt werden soll.


Bild: Hans Emmenegger, Orangen, 1894, Öl auf Leinwand, 30 × 38 cm, © Kunstmuseum Luzern

Das Kunstmuseum Luzern schreibt: "Ein Museum ist keine Bank, die es sich zur Aufgabe macht, ihre Reserven aufzustocken und Geld anzuhäufen. Deshalb sollen die Einsparungen von Vernissagen und Veranstaltungen für einen sinnvollen Zweck eingesetzt werden. Der Vorstand der Kunstgesellschaft Luzern hat zusammen mit der Geschäftsleitung beschlossen, dass das Geld direkt der Kunst zugute kommen soll. Aus diesem Grund wird der Ankaufsetat für die Sammlung des Kunstmuseums Luzern in diesem Jahr von 50'000 CHF auf 100'000 CHF verdoppelt. Die Zahl mag nach viel klingen, in Anbetracht der exorbitanten Summen, die auf dem Markt für hochkarätige Kunst bezahlt werden, ist der Betrag aber immer noch bescheiden."

"Die Erweiterung der Sammlung gehört zu den Kernaufgaben des Kunstmuseums Luzern. Denn die Sammlung ist das kulturelle Gedächtnis der Region und gleichzeitig die Visitenkarte des Museums. Gesammelt wird dabei nicht nach Lust und Laune, sondern entsprechend den vier Schwerpunkten, die sich im Laufe der Geschichte der Institution herausgebildet haben: Das sind historische Werke mit Bezug zur Zentralschweiz, Kunst der 1970er-Jahre, Werke von herausragenden Künstlerinnen und Künstlern aus der Region von mindestens nationaler Bedeutung sowie die Dokumentation und Spurensicherung der eigenen vielfältigen Ausstellungstätigkeit.", so das Museum.

Mit dem erhöhten Etat konnte in diesem Jahr unter anderem Marion Baruchs Ausstellung vom vergangenen Jahr für die Sammlung dokumentiert werden. Das Kunstmuseum Luzern hat vier Fotografien und eine Grafik der Serie (1969) erworben, die teilweise auch in der Ausstellung zu sehen waren und die Ausschnitte aus der gleichnamigen Performance in einer transparenten Plexikugel zeigt. Die Künstlerin selber schenkte dem Museum die raumfüllende Textilinstallation (2020); zusammen mit der Fotoserie und der Grafik besitzt das Museum somit zwei wichtige Werkgruppen von Marion Baruch.

Ein anderer Neuzugang stammt vom belgischen Künstler Rinus Van de Velde, dessen Ausstellung "I'd rather stay at home, ..." im Kunstmuseum Luzern eben erst angelaufen ist. Das erworbene Werk "Prop, Flood, Roof" (2018) ist ein bemaltes Hausdach aus Holz und Karton, das in einem schwarzen, mit Wasser gefüllten Bassin steht. Das Werk ist gleichzeitig eine Filmrequisite aus der Videoarbeit "The Villagers" (2019–2020), in der sich ein Künstlerpaar vor dem Hochwasser auf das Hausdach flüchtet, - unklar ob sie jemals von dem herannahenden Helikopter gerettet werden oder nicht. Die Arbeit stellt zwar konservatorisch eine Herausforderung dar – Wasser ist für die Konservierung denkbar schlecht geeignet –, ergänzt die Sammlung aber bestens durch ihre narrative Einbettung und ihre Einzigartigkeit.

In den vergangenen Jahren konzentrierte sich das Museum aber auch auf historische Positionen aus dem 19. und dem frühen 20. Jahrhundert. So konnte 2019 mit der Unterstützung von Bundesamt für Kultur/Gottfried Keller Stiftung ein Aquarell des britischen Malers J.M.W. Turner gekauft werden. Ausserdem wurden fünf Stillleben des Luzerner Malers Hans Emmenegger erworben, sowie Ende 2020 eine Glasmalerei von Robert Zünd, ebenfalls ein bedeutender Maler aus der Region.

kml

Kontakt:

https://www.kunstmuseumluzern.ch/

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