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SCHLOSS THUN: DACHSTUHL, RICHTSCHWERT UND FOLTERKAMMER

SCHLOSS THUN: DACHSTUHL, RICHTSCHWERT UND FOLTERKAMMER

25.05.2018 Ab Samstag, 26. Mai 2018, ist das Museumsschloss Thun Realität: 130 Jahre nach der Gründung des Museums und zum 800. Todestag des Bauherrn des Gebäudes, Herzog Berchtold V. von Zähringen, hat es zum ersten Mal eine einheitliche inhaltliche Präsentation. Das Monument selbst wird dabei zum Ausstellungsobjekt der Inszenierung. Damit wird die herausragende architektonische Bedeutung dieses Kulturerbes während des Besuchs des Museums am Original spürbar.


Bild: © http://www.schlossthun.ch/ausstellung/

Von Dachstühlen, Richtschwertern und Gefängniszellen - Die neuen Dauerausstellungen im Schloss Thun

Noch bis zum Schluss wurde in den oberen Stockwerken des Thuner Wahrzeichens gearbeitet. Ab Samstag sind die neuen Dauerausstellungen im alten Gefängnis und dem 600jährigen Dachstock offen. Das Ausstellungsobjekt Nummer eins ist das Wahrzeichen selbst. Mit dieser letzten Umbauetappe besitzt das ganze Museum zum ersten Mal seit der Eröffnung 1888 einheitliche Ausstellungen.

Dach wird zum Ausstellungsobjekt

Der riesige Dachstuhl verleitete die MuseumsmacherInnen dazu, das Dach selbst nun als Ausstellungsobjekt zu inszenieren. Denn die schiere Wucht der vierstöckigen Dachkonstruktion liess schon bisher die Besucherinnen und Besucher innehalten. Dieses Erlebnis wird durch eine gezielte Lichtführung geleitet und verstärkt. Per Touchscreen können die Besucherinnen und Besucher diese sogar selber interaktiv steuern. So kann diese 600jährige zimmermannstechnische Meisterleistung noch besser erfahren werden. Gleichzeitig erfahren Laien Details zu der fast 20 Meter hohen Konstruktion.

Gut gesichert wird hier in einer Turmzelle zum ersten Mal seit langer Zeit die Original-Fulehungmaske ausgestellt. Die Narrenfigur ist zentrales Element des traditionellen jährlichen Ausschiesset, des wichtigsten Festes in der Stadt Thun.

Gefängnis auf Zinnenhöhe

Auf der ehemaligen Zinnenhöhe der Burg liegt der sogenannte 4. Boden. Das Stockwerk wurde bis ins frühe 20. Jahrhundert als Gefängnis und Folterkammer genutzt. Im zentralen hellen und sanft renovierten Raum wird die Baugeschichte des Schlossturms mit filigranen Modellen erklärt. Die neuesten Forschungsergebnisse, die teilweise noch nicht publiziert sind, werden hier schon visualisiert.

Wichtiges Ausstellungsobjekt ist das Thuner Richtschwert, das im Museum seit 1888 ausgestellt war. Brandneue Untersuchungen beweisen jedoch zum ersten Mal, dass es sich dabei ursprünglich um eine ganz besondere Ritterwaffe handelt. Sie stammt aus der Zeit um 1300 und ist eine der ältesten erhaltenen Klingen der Waffenschmieden in Passau. 

Spiel mit Licht und Schatten

Der Gegensatz von neu und alt akzentuiert die Architektur des Gebäudes und unterstreicht seine Eigenheiten. Die Dicke der Mauern oder die Wucht der Balkenlagen zeigen eindrücklich die Qualität dieses Zeugen zähringischer Baukunst. Dem Ziel, neben den thematischen Inhalten vor allem den Schlossturm in Szene zu setzen, wird Rechnung getragen.

Mit dem renommierten Designerbüro atelier oï aus La Neuveville hat die Stiftung Schloss Thun den idealen Partner für die Umsetzung gefunden. Atelier oï wurde 1991 von Aurel Aebi, Armand Louis und Patrick Reymond gegründet. Seit ihrem Beginn vor mehr als 20 Jahren versuchen sie, Normen zu brechen und sie fördern eine disziplinübergreifende Arbeitsweise. Ihre Erfolge erstrecken sich international über die Bereiche Architektur, Innenarchitektur, Design und Szenografie. Ihre Hauptmerkmale sind Multidisziplinarität, Zusammenhalt und eine enge Beziehung zum Material.

Abschied der Museumsleitung

Die Eröffnung der Dauerausstellungen setzt den Schlusspunkt unter die Arbeit der Museumsleiterin Lilian Raselli. Zentrale Aufgabe ihrer zwölfjährigen Arbeit für das Thuner Wahrzeichen war die Erstellung einer neuen Ausrichtung und Gestaltung des Museums. Die Archäologin und Ausstellungsmacherin wird das Schloss Ende Mai 2018 verlassen und im Juli die Leitung des Museums Augusta Raurica (BL) übernehmen.

cp

Kontakt:

http://www.schlossthun.ch/ausstellung/900-jahre-stadtentwicklung/

ÜBERSICHT:

Keller

Burg, Stadt und Land - 900 Jahre Stadtentwicklung, die Ausstellung zur Thuner Stadtgeschichte

1. Stock

Trophäen, Wappen, Reliquien - Schätze aus der Thuner Rathaussammlung

2. Stock

Von den Zähringern zu den Bernern - 800 Jahre Statthalter im Schloss Thun

3. Stock

Der Rittersaal ist ein einzigartig erhaltener Repräsentationssaal des Hochmittelalters in der Schweiz

4. Stock

Neu ab Samstag, 26. Mai 2018:
Herzogliches Bauwerk, Kornkammer und Gefängnis - 800 Jahre Schloss Thun

5. Stock

Neu ab Samstag, 26. Mai 2018:
Das bernische Walmdach - eine Holzkonstruktion mit Geschichte

Türme

Unvergesslich, der Blick aus den Ecktürmen über Thun, den Thunersee und zu den Alpen

 

 

 

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